Statements zu "Leben hat Gewicht"

Eine abgestimmte und ausgewogene Ernährung ist die Grundbedingung dafür, dass wir das Höchstmaß unserer Leistungen erreichen. Denn nur wenn wir uns gesund ernähren, haben wir die Möglichkeit den vollen Einsatz zu bringen und das sind wir uns selbst und dem Team gegenüber schuldig.

Nadine Angerer, Fußball-Weltmeisterin

Als Sängerin und Schauspielerin werde ich fast täglich mit diesem Thema konfrontiert. Eine gesunde Einstellung zum eigenen Körper zeichnet sich durch gesunde Ernährung und durch Bewegung aus. Mindestens genauso wichtig ist, sich selbst und seinen Körper anzunehmen und zu akzeptieren. Häufig genug werden falsche Ideale transportiert. Und dagegen müssen wir etwas tun.

Jeanette Biedermann, Künstlerin

Die Gründe für die Entstehung von Essstörungen sind vielfältig. Das überzogene Schönheits-, und Schlankheitsideal der heutigen Zeit trägt maßgeblich dazu bei, dass Essstörungen bei Jugendlichen zunehmen und Diäterfahrungen schon bei jungen Mädchen zur Regel werden. Entspricht die Figur nicht dem gängigen Idealbild, so kann dies insbesondere bei Mädchen zu einer erheblichen Selbstwertproblematik und Verunsicherung der Identität führen. Häufige Diäten als Folge dieser Entwicklung bedeuten oftmals den Einstieg in eine Essstörung.

Sigrid Borse, Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen

Der VELMA steht voll hinter der Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, weil mit der Unterzeichnung der Charta der Bevölkerung unmissverständlich signalisiert werden kann, dass die wichtigsten Verbände im Mode- und Modelbusiness sich zu der gesellschaftspolitischen Verantwortung bekennen, wenn es um die Gesundheit von jungen Menschen geht. Diese Charta ist zugleich eine Verpflichtung für die Modelagenturen zukünftig noch stärker darauf zu achten, dass ein durch Essstörungen erzeugtes krankhaftes Aussehen kein Ideal sein kann. Der VELMA würde sich wünschen, wenn insbesondere auch die Medien sich dieser Verantwortung stärker bewusst wären, denn dann würde diesen vermeintlichen Vorbildern die publizistische Grundlage entzogen.

Thorsten Fuhrberg, Vorstandsmitglied vom Verband lizenzierter Modellagenturen (VELMA)

Wir reden über Drogen, über Alkoholismus, über Nikotin. Aber kaum eine Sucht ist existentieller als die, die sich das Essen zum Zentrum macht. Der Mensch lebt durch Essen, gewinnt Energie und Kraft nur durch Nahrungsaufnahme. Was nun, wenn er diesen Kreislauf stört? Nichts ist heute so alltäglich, wie der Kampf mit dem Essen, der Blick in den Spiegel, die Konfrontation mit dem eigenen Äußeren. Der Wunsch nach Schönheit wird zum Alltagskrampf. Kaum einer, der sich nicht um sein Gewicht sorgt. Während Diäten Wunder versprechen und die Schönheitsikonen in den Hochglanzmagazinen angebetet werden, wird für manchen der Umgang mit dem Essen zum Überlebenskampf. Der Konsum macht krank. Und die neue Selbstvernichtung ist geboren: Essstörung. Mit den Idealen der Neuzeit ist die alte Wahrheit nach der Schönheit des Menschen, die von innen kommt verloren gegangen. Viele Betroffene vergessen über die akkurate Einhaltung des BMI, dass es einen Horizont jenseits von 90-60-90 gibt. Mit dem Theaterprojekt "verDÜNNisiert" sind wir in einem Jahr mit über 50 Vorstellungen durch die ganze Republik gefahren, konnten Jugendlichen und Betroffenen begegnen. Eine Erkenntnis bleibt – kein Ort an dem Essstörungen nicht um sich greifen, wo Jugendliche nicht ihre Ängste und Sehnsüchte rund um die körperliche Perfektion diskutieren. Es ist schön, dass sich das Bundesgesundheitsministerium in der Veranstaltung "Leben hat Gewicht" diesen Sehnsüchten widmet. Bleibt zu hoffen, dass so eine breite Öffentlichkeit erreicht wird, Mittel und Gelder frei werden, die Projekten wie dem unsrigen und all den großartigen Beratungsstellen in ganz Deutschland helfen, präventiv und helfend gegen das gesellschaftliche Problem Essstörung anzugehen.

Marie Luise Gunst und Jens Hasselmann, Theater-Projekt "verDÜNNisiert"

Mit jeder einzelnen Unterschrift setzt die deutsche Modebranche in den kommenden Monaten ein klares Zeichen. Auch wenn das Problem der oft zitierten 'Magermodels' in Deutschland eigentlich nicht besteht", erklärte Igedo-Geschäftsführer Frank Hartmann in Berlin. "Mit der Charta bekennen sich aber alle Unterzeichner zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in einem internationalen Geschäft. Ziel ist es, einen Prozess des Umdenkens bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Bezug auf geltende Schönheitsideale in Gang zu setzen. Wir müssen und wir wollen hier mit gutem Beispiel vorangehen.

Frank Hartmann, Geschäftsführer der Igedo Company

Das Landesinstitut für Schule in Bremen unterstützt die Kampagne 'Leben hat Gewicht' des Bundesministeriums für Gesundheit. Wir erleben in der Arbeit mit Schulen und Institutionen im außerschulischen Bereich jeden Tag, wie brisant das Thema für die Jugendlichen ist. Unsere Möglichkeiten an Präventionsveranstaltungen, Fortbildungen zu diesem Thema und niedrigschwelliger Beratung sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein – der Bedarf ist riesengroß und wir können die Nachfra­gen nur zum Teil beantworten. Es ist sehr wichtig, dass diese Arbeit intensiviert wird und gesamtgesellschaftlich einen stärkeren Stellenwert bekommt.

Margrit Hasselmann, Landesinstitut für Schule, Gesundheit und Suchtprävention, Bremen

Mit unserem ständig wachsenden Internetportal www.hungrig-online.de klären wir seit über sieben Jahren über Magersucht, Bulimie, Binge Eating und Adipoitas auf und bieten sowohl Betroffenen und Angehörigen als auch Interessierten und Lehrern leicht zugängliche Informationen und moderierte Kommunikations­angebote an. Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass gerade die Anonymität des Internets den Menschen hilft, nach Jahren des Schweigens ihr Problem anzu­sprechen, und sie dadurch Vertrauen fassen, sich auch im realen Leben Hilfe zu suchen. Das Anliegen der Bundesregierung, über Essstörungen weiter aufzuklären, begrüßen wir sehr. Besonders den Ansatz, das Internet als Multiplikator zur Informationsverteilung zu nutzen und Betroffenen und Interessierten eine virtuelle Anlaufstelle zu bieten, halten wir für sehr wichtig. Daher unterstützen wir als virtuelle Selbsthilfeorganisation sehr gerne die Initiative 'Leben hat Gewicht'.

Jasmin Hemicker, erste Vorsitzende von Hungrig-Online.de

Ich finde das Thema wichtig, weil eine Essstörung eine sehr ernst zunehmende Krankheit ist.

Karen Heumann, Vorstandsmitglied der Werbeagentur Jung von Matt

Ein gutes Körpergefühl trägt zu einer positiven Grundeinstellung bei. Deshalb ist es wichtig, sich mit dem Thema Essstörungen auseinanderzusetzen. Gerade die Modebranche hat hier eine besondere Verantwortung, ein gesundes Schönheitsideal zu vermitteln.

Jette Joop, Designerin

Der Textileinzelhandel steht nicht nur aus grundsätzlichen, gesellschaftspolitischen und Vernunftgründen hinter der Initiative 'Leben hat Gewicht'. Auch unsere eigene Arbeit mit der Mode lehrt uns, dass Mode mit Schönheit, mit Begeisterung für Schönes und daher mit Freude zu tun hat. Bekleidung für Erwachsene, die von zu dünnen oder noch im Kindesalter befindlichen Models gezeigt wird, vermag im Regelfall die Betrachter nicht zu erfreuen oder zu begeistern. Nur dann, wenn mindestens ansatzweise eine Identifikation der Verbraucherinnen und Verbraucher mit den Models vorstellbar ist, wird auch ein Kaufwunsch geweckt. Magermodels sind schlecht für das Geschäft.

Steffen Jost, Präsident Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels e.V.

Wer zu viel abnimmt, verliert mehr als nur ein paar Kilo" – dieser Leitsatz der ersten bundesweiten Kampagne gegen Essstörungen unter dem Motto "Wenn die Seele hungert" spiegelt die Problematik am besten wider. Mit jedem Gramm Körpergewicht schwindet auch ein Stück eigene Persönlichkeit. Das Thema wird nach wie vor tabuisiert und aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt – aber wir dürfen junge Menschen nicht ins Unglück laufen lassen. Die Bewusstseinsbildung für diese vielfach unverstandene Krankheit ist eine wichtige und notwendige Voraussetzung für Prävention und auch effiziente Behandlung!

Dr. Andrea Kdolsky, Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend, Österreich

Ich setze mich seit sechs Jahren im Kampf gegen Essstörungen ein, weil ich als ehemals selbst Betroffene die Situation zu gut kenne und mit meinen Erfahrungen mit der Krankheit und dem öffentlichen Umgang damit einen konstruktiven Dialog mit den Medien und der Modeindustrie suche. Die Zeit ist reif, auch in Deutschland ein klares Zeichen gegen den Magertrend und im Kampf gegen Essstörungen zu setzen und dazu trägt auch unsere neue Kampagne "schoener-schlanker-tot.de" bei.

Daniela Kühne, Werberin

Unser Bandmitglied Nye litt unter Bulimie und musste sich deswegen in ärztliche Behandlung begeben. Nachdem Nye immer weniger aß und mehr und mehr abmagerte, haben wir gesehen, wie gefährlich die Krankheit ist und was sie mit einem anrichten kann. Ohne ärztliche Hilfe hätte es für Nye über kurz oder lang ziemlich schlimm ausgehen können. Wir sind froh, dass unser Freund und Bandkollege Hilfe angenommen hat und Lexington Bridge nach nunmehr fünf Monaten wieder komplett ist.

Lexington Bridge, Popband

Fußball ist ein Mannschaftssport. Ernährung spielt für unseren Erfolg eine entscheidende Rolle. Vor und nach großen Spielen setzen wir uns im Team zusammen und essen gemeinsam. Für uns bedeutet sportgerechte Ernährung also auch die Möglichkeit, leistungsstark zu sein. Das sollte Menschen auch im alltäglichen Leben bewusst sein. Leistung bringen kann nur, wer sich gesund ernährt.

Anja Mittag, Fußball-Weltmeisterin

Seit vielen Jahren präsentiert sich über unsere Arbeit das Bild einer modernen und bewussten Weiblichkeit. Gerade in jüngster Zeit kommunizieren wir ein zeitgeistig – offenkundig überaus selbstbewusstes – Frauenbild, welches die sich wandelnde Formensprache des eigenen Körpers zunehmend akzeptiert. Dabei ist es eine unserer hervorragenden Aufgaben, das aktuell modische Styling auf die real existierenden Größenverhältnisse in der weiblichen Bevölkerung zu übertragen. Wir sehen uns einem realistischen Frauenbild verpflichtet. Dieser Verantwortung tragen wir in unseren Präsentationen und Publikationen Rechnung. Deshalb ist es für uns auch eine selbst Verständlichkeit sich zu diesem Handeln über die vorliegende Charta auch öffentlich zu verpflichten.

Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer Deutsches Mode-Institut

Immer mehr junge Menschen leiden an Essstörungen mit fatalen Folgen für sie selbst, ihre Familien und Freunde. Hilfsmöglichkeiten gibt es, aber es muss eine Schamschwelle durchbrochen werden, damit die Betroffenen auch Hilfe annehmen. Die Initiative "Euer Leben hat Gewicht" trägt dazu bei, dass Essstörungen ernst genommen und ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden.

Hannes Niggenaber, Diplom-Psychologe und Ratgeber der Jugendzeitschrift Popcorn

Eating problems are stealing the childhoods of our children and anguishing the lives of young women and women today. A combination of the style, media, pharmaceutical, diet, cosmetic surgery and food industries are impacting negatively on girls and women’s relationship to their bodies and to food because of the intensification of visual culture which predominates. We see 5000 images per week of digitally enhanced pictures of women.These affect the way girls and women see themselves. They try to mirror the images that are projected, in order to belong and feel safe, but these images are instead damaging and undermining and we need to find ways to broaden the images within visual culture and change its grammar.

Susie Orbach, Essstörungs-Expertin

Solange wir durch die Medien, Werbung und Industrie permanent mit einem unrealistischen Körperbild gleichsam 'gefüttert' werden, müssen wir uns nicht wundern, dass sich Jugendliche zu Tode hungern. Die Anorexia nervosa führt nämlich mit einer Todesrate von bis zu 15 Prozent die Liste aller psychiatrischen Erkrankungen mit Todesfolge an und steht somit noch vor den Drogentoten.

Dr. med. Lisa Pecho, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Ärztliche Leitung von ANAD e.V.

Jeder von uns hat individuelle Ansprüche an seine Ernährung und bestimmte Vorlieben. Im Leistungssport wird man von Ärzten begleitet, die uns bei Ernährungsumstellung unterstützen und beobachten, inwiefern eine Ernährungsumstellung für unsere Leistung wichtig ist. Beim Kampf um ein Idealgewicht darf man sich nicht an anderen messen, sondern daran, womit man sich selbst am wohlsten fühlt und seine persönlichen Leistungen erbringen kann. Bei uns bedeutet das eine sportrelevante Ernährung. Wir ergänzen und stützen uns im Team. Ich bin mir sicher, dass es uns auffallen würde, sobald sich jemand nicht normal ernährt.

Babett Peter, Fußball-Weltmeisterin

Als Pädagogin wünsche ich mir eine gut vernetzte Versorgungskette: Breitgefächerte Präventionsangebote für Mädchen und Jungen, niederschwellige Hilfe für bereits Betroffene und ihre Angehörigen und ausreichende Therapie- und Nachsorgeangebote. Ich unterstütze die Kampage "Leben hat Gewicht", weil sie ein erster Schritt in die richtige Richtung ist!

Katrin Raabe, Fachbuchautorin und Initiatorin des Internetprojektes "Ess-stoerungen.net"

Auch im Internet sind falsche Vorbilder für essgestörte Jugendliche ein großes Problem. Sogenannte Pro-Ana-Websites verherrlichen Magersucht als Lifestyle und verharmlosen ihre drastischen Folgen. jugendschutz.net, die länderübergreifende Stelle für den Jugendschutz im Internet, setzt sich dafür ein, dass solche Seiten aus dem Netz verschwinden und Magersüchtige auf seriöse Beratungsangebote aufmerksam gemacht werden.

Katja Rauchfuß, jugendschutz.net

It is very important to stimulate self-worth and self awareness amongst (aspiring) models and others involved (or not) in the fashion industry to create a healthy working/living environment, and to strengthen the awareness among models and the fashion industry that they are, in fact, role models for the public.

Marvy Rieder, niederländisches Model

Ich finde das Thema wichtig, weil der Schlankheitswahn heute die Sucht Nr. 1 bei den Frauen in der westlichen Welt ist. Und ich halte es für keinen Zufall, dass die Frauen ausgerechnet in einer Zeit, in der ihnen die Welt offen steht, zurückfallen in solche inneren Zwänge, die ihre Lebenslust und ihre Gesundheit zerstören. Während Männer Karriere machen, zählen Frauen Kalorien. Höchste Zeit also, dass sich auch in Deutschland die Politik endlich dieses Problems annimmt! Und Zeit, dass die Verursacher – Mode, Werbung und Medien – sich des Problems bewusst werden.

Alice Schwarzer, Herausgeberin Emma

Wir sind uns der gesellschaftlichen Verantwortung unserer Branche bewusst. Insbesondere junge Menschen orientieren sich an den Inszenierungen unserer Mode in den Anzeigenkampagnen und auf den Laufstegen. Deshalb engagiert sich die deutsche Modeindustrie für die Vermittlung eines gesunden Körperbewusstseins. Wir wollen keine falschen Leitbilder, die suggerieren, übertriebene Schlankheit sei schön und erstrebenswert.

Marc Voss, Präsidiumsmitglied GermanFashion Modeverband Deutschland

Es ist wichtig Kindern und Jugendlichen die Liebe zu sich selbst mit auf den Weg zu geben. Sie müssen wissen, dass sie so wie sie sind eine perfekte Schöpfung sind, die es verdient, Freude zu empfinden und ein erfülltes Leben zu leben.

Jessica Wahls, Sängerin und Moderatorin, Mitglied der Band „No Angels“

Die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten ist unser Ziel. Häufig ist es so, dass die Betroffenen selbst wie auch ihre Angehörigen die Krankheiten viel zu spät erkennen, deshalb gilt es, die Bevölkerung und auch die Hausärzte weiter zu sensibilisieren. Nur so kann der Hausarzt auch in den Fällen, in denen Betroffene mit ihrer Essstörung nicht aktiv Hilfe suchen, erste Anzeichen früh erkennen und das Gespräch suchen, Therapiemaßnahmen einleiten und begleiten. Wir Hausärzte kennen und betreuen häufig die ganze Familie über einen langen Zeitraum und genießen deshalb bei Betroffenen, insbesondere bei Jugendlichen und ihren Eltern, meist ein besonderes Vertrauen. Das macht uns daher oft zum ersten wohnortnahen Ansprechpartner bei Essstörungen. Gerade im Bereich der Essstörungen ist Prävention enorm wichtig, da es sonst zu massiven und häufig bleibenden Schädigungen der Gesundheit führen kann. Diese Kampagne ist ein wichtiger erster Schritt!

Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverband e.V.

Ich finde das Thema wichtig, weil wir das sind, was wir essen.

Sarah Wiener, Köchin und Unternehmerin

Aus eigener jahrzehntelanger Erfahrung weiß ich, wie es ist, essgestört zu sein und wie steinig, langwierig und leidvoll der Weg aus einer Essstörung ist. Es mangelt an Wissen, Erfahrung und Verständnis für die Krankheit und für Betroffene. Die emotionale Konditionierung eines Menschen nachzuvollziehen, der Lebensmittel als Feind empfindet und nicht als Mittel zum Leben, ist daher verständlicherweise für die meisten ein fast unlösbares Problem. Mir ist es ein tiefes Bedürfnis, meine eigenen Erfahrungen als Betroffene und Geheilte nach außen zu tragen, um zur Aufklärung und Prävention dieser Krankheit, die die Gesellschaft in bedrohlichem Maße überflutet, beizutragen.

Gundis Zámbó, Produzentin und Moderatorin