Influenza

Influenza ist eine Infektionskrankheit die durch Viren verursacht wird. Eine menschliche Ansteckung erfolgt insbesondere über direkten Kontakt, zum Beispiel durch Anhusten, beim Niesen oder Sprechen. Die Dauer und Schwere einer Influenzaerkrankung hängt von den Eigenschaften des Krankheitserregers sowie von der körperlichen Verfassung und der Immunantwort der betreffenden Person ab. Senioren, Schwangere und Menschen mit einer chronischen Grunderkrankung haben ein höheres Risiko für schwere Verläufe einer Grippe.  Für diese Personen ist die jährliche Impfung gegen Grippe besonders wichtig.  Empfohlen wird die Impfung auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen sowie Personen mit stark erhöhtem Risiko, sich und andere anzustecken, zum Beispiel medizinisches Personal oder Menschen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr.

Bild: Mit einem kurztext über Grippe
Bildquelle: BMG

Influenzaviren sind weltweit verbreitet und verursachen in gemäßigten Zonen der nördlichen und südlichen Hemisphäre regelmäßig in den jeweiligen Wintern Grippewellen. Trotz der ausgeprägten Saisonalität können in den entsprechenden Ländern Influenzaerkrankungen auch außerhalb der Grippewellen auftreten und mitunter sogar zu lokalisierten Ausbrüchen führen.

Wenn wie im April 2009 in Nordamerika ein neuartiges Influenzavirus auftaucht, das in der Lage ist, schwere Erkrankungen hervorzurufen und sich gut von Mensch zu Mensch verbreitet, kann dies zu einer Influenzapandemie führen. In kurzer Zeit hatte sich das Influenza A H1N1-Virus auch in anderen Erdteilen ausgebreitet, sodass die WHO am 11.06.2009 die Pandemie ausrief.

Auch wenn die unerwartet milde verlaufene Pandemie am 10. August 2010 für beendet erklärt worden ist, zirkuliert das Influenza A H1N1-Virus auch weiterhin und kann Infektionen hervorrufen.

Zur Vorbereitung auf eine Influenzapandemie haben der Bund und die Länder den Nationalen Pandemieplan entwickelt, der Maßnahmen zur Eindämmung beschreibt. Hygienemaßnahmen und Impfungen gehören zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen gegen Influenzaerkrankungen.

Influenzaviren kommen beim Menschen und daneben auch bei Säugern (u. a. Schweine, Pferde) vor. Das eigentliche Reservoir von Influenzaviren sind jedoch Vögel, insbesondere Wasservögel. Die bei Vögeln vorkommenden Influenza-A-Viren werden aviäre Influenzaviren ("Vogelgrippe") genannt. In seltenen Fällen kann  bei intensivem Kontakt mit Geflügel auch eine Ansteckung  von Menschen mit Vogelgrippeviren erfolgen wie um Beispiel mit dem Influenza A-Virus H5N1.  Anfang April 2013 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals über mehrere humane Vogelgrippe-Fälle in China berichtet, die durch ein neues H7N9-Virus verursacht werden. Nähere aktuelle Informationen dazu sind auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts unter dem Thema "Aviäre Influenza" abrufbar.

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit und die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -verhütung (Prävention). Sie stellt auf seinen Internetseiten auch eine Fülle von Informationen zu Influenza zur Verfügung.

Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet auf ihren Internetseiten vielfältige Informationen zu Influenza an.