Ausschreibungen des Bundesministeriums für Gesundheit

Auslobung eines Preises für wissenschaftliche Arbeiten - Herbert-Lewin-Preis 2017

Die Ausschreibung des Herbert-Lewin-Preises richtet sich an Mediziner und Zahnmediziner, die sich – beispielsweise in ihrer Dissertation – mit dem Thema "Medizin und Ärzteschaft in der NS-Zeit" auseinandersetzen. Der Preis wurde vor zehn Jahren gemeinsam vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ins Leben gerufen, inzwischen beteiligen sich auch die Bundeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung. Er wird alle zwei Jahre ausgelobt – im November 2017 zum sechsten Mal. Der Herbert-Lewin-Preis ist mit einer Gesamtsumme von 15.000 EUR dotiert, davon trägt das BMG ein Drittel. 

Mit dem Preis wird das Andenken an Herbert Lewin bewahrt, der als jüdischer Arzt von den Nationalso­zial­isten verfolgt wurde. 1937 verlor er seine Approbation und wurde 1941 in das Ghetto Lodz deportiert, wo seine Ehefrau, die Ärztin Alice Lewin, ums Leben kam. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb er in Deutschland und wurde Chefarzt in Offenbach. Herbert Lewin war von 1963 bis 1969 im Zentralrat der Juden. Er verstarb 1982 in Wies­baden.

Obligatorische Veröffentlichung einer freihändigen Vergabe mit Auftragswert über 25.000 € (gem. § 19 Abs. 2 VOL/A)