Depression

Depressive Störungen gehören zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen. Schätzungen zufolge leiden weltweit inzwischen circa 350 Millionen Menschen unter einer Depression. Bis zum Jahr 2020 werden Depressionen oder affektive Störungen laut Weltgesundheitsorganisation weltweit die zweithäufigste Volkskrankheit sein.

Viele Betroffene klagen anfangs über allgemeinen Leistungsabfall und diffuse körperliche Beschwerden, über Appetitverlust und Schlafstörungen. Hinzu treten Freude- und Interessenverlust, allgemeine Lustlosigkeit und Entscheidungsunfähigkeit. Manche beklagen eher Gefühle von Gleichgültigkeit als eine besondere Traurigkeit, einige fühlen sich auch innerlich unruhig und getrieben und leiden unter Ängsten.

Stimmungsschwankungen gehören zu den allgemeinen Erscheinungen menschlichen Erlebens. Auch Trauer als schmerzliche Reaktion auf einen Schicksalsschlag ist eine natürliche Reaktionsweise. Depressionen lassen sich jedoch in der Regel zuverlässig von normalen Stimmungsschwankungen abgrenzen. Wird eine depressive Erkrankung frühzeitig erkannt, ist sie in den meisten Fällen gut behandelbar. Zur Therapie der depressiven Störungen gibt es psychotherapeutische und medikamentöse Behandlungsformen sowie andere unterstützende Maßnahmen. Zur Orientierung steht den Ärzten und Psychotherapeuten eine "Nationale Versorgungsleitlinie Unipolare Depression" zur Verfügung.

Einen Überblick über den Themenbereich Depression gibt das vom Robert Koch-Institut veröffentlichte 51. Heft der Gesundheitsberichterstattung "Depressive Erkrankungen". Auf gut 40 Seiten werden Krankheitsformen, Diagnostik, Ursachen und Risikofaktoren, Verbreitung, Folgen, Versorgung, Prävention und Perspektiven dargestellt. Das Heft kann kostenlos beim Robert Koch-Institut bestellt werden oder im Internet heruntergeladen werden (siehe unten).

Weitere Informationen finden Sie unter www.buendnis-depression.de und www.deutsche-depressionshilfe.de.

Darüber hinaus finden Sie bei den Gesundheitsinformationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zahlreiche Merkblätter und wissenschaftliche Kurzinfos – schwerpunktmäßig zum Thema Depression.