Vaccine Immunogenicity Variation in Female Life-Course & Determinants (VIVID-care)

Handlungsfeld: „Gesundheitsversorgung“ Forschungsschwerpunkt: „Nachwuchsgruppen Versorgungsforschung Frauengesundheit“

Projektleitung

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Dr. Carolina J. Klett-Tammen
Inhoffenstr. 7
38124 Braunschweif

Öffentliche Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zum Thema „Nachwuchsgruppen Versorgungsforschung Frauengesundheit“ (PDF, barrierefrei, 386 KB)

Projektlaufzeit

01.01.2027 - 31.12.2031

Motivation

Der weibliche Körper unterliegt im Lebensverlauf unterschiedlichen hormonellen Veränderungen. Hierzu gehören neben dem Menstruationszyklus ausgeprägte körperliche Veränderungen wie Schwangerschaft, Perimenopause und Menopause. Die aktuelle Studienlage deutet darauf hin, dass hormonellen Faktoren den Teil der Immunantwort beeinflussen können, der eine wichtige Rolle bei der Ausbildung des Impfschutzes spielt. Bisher fehlen aber noch belastbare Daten, ob diese Faktoren die Wirksamkeit von Routineimpfungen beeinträchtigen.

Ziele und Vorgehen

Das Projekt VIVID-care untersucht diese Wissenslücke im Rahmen einer Beobachtungsstudie. Die Studie kombiniert digitale Befragungen mit Blutuntersuchungen, um den Hormonstatus präzise zu messen und die Immunantwort im Kontext der Lebensphase zu verstehen. Eine Gruppe von etwa 2000 Teilnehmerinnen wird rein digital begleitet und erfasst u. a. Impfereignisse und -ergebnisse im Zusammenhang mit Routineimpfungen (Influenza, Tetanus-Diphterie-Pertussis sowie Herpes zoster bei postmenopausalen Frauen). In einer Gruppe von 900 Teilnehmerinnen erfolgen zudem Blutabnahmen zur Bestimmung von Hormonspiegeln und zur Bestimmung der Immunantwort an zwei Zeitpunkten. Bei 100 Frauen wird dabei vor der Impfung eine zusätzliche Blutabnahme durchgeführt, um die individuelle Impfantwort noch präziser bestimmen zu können.

Perspektiven für die Praxis

Die Erkenntnisse des Vorhabens VIVID-CARE können dazu beitragen, die Versorgungspraxis für Routineimpfungen bei Frauen neu zu bewerten, bspw. durch eine Optimierung der Impfberatung für Frauen oder die Ableitung geschlechtsspezifischer Impfstrategien. Die Projektergebnisse sollen sowohl Frauen als auch der medizinischen Fachöffentlichkeit sowie den Entscheidungsträgern des Gesundheitswesens in Deutschland zugänglich gemacht werden. Langfristig dient das Vorhaben damit der nachhaltigen Stärkung einer geschlechterdifferenzierten Gesundheitsversorgung.

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