Fragen und Antworten bei Einreisen aus Risikogebieten

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten. 

Quarantäne

Wer in die Bundesrepublik Deutschland einreist und sich innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat, ist verpflichtet, sich nach der Einreise auf direktem Weg nach Hause oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich dort 10 Tage lang zu isolieren. Das zuständige Gesundheitsamt überwacht die Quarantäneverpflichtung.

Hinweis: Bund und Länder haben beschlossen, künftig möglichst bundeseinheitliche Regelungen zu schaffen. Als Arbeitshilfe dient eine Muster-Quarantäne-Verordnung, die durch die Länder in eigener Zuständigkeit umgesetzt wird. Letztendlich verbindlich ist das Recht des Bundeslandes, in das Sie einreisen bzw. in dem Sie sich aufhalten. Beachten Sie mögliche Ausnahmeregelungen zur Quarantänepflicht nach dem Recht Ihres Bundeslandes (insbesondere Durchreisende und Grenzpendler). Sollten Sie einen Ausnahmetatbestand ihres Bundeslandes erfüllen, vergewissern Sie sich bitte, ob weitere Anforderungen gestellt werden (z.B. Vorliegen eines negativen Testergebnisses und Zeitpunkt der Vornahme der Testung).

Ein Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für den oder die zum Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Das Robert Koch-Institut aktualisiert fortlaufend eine  Liste der Risikogebiete.

Wer vor der Einreise eine digitale Einreiseanmeldung vorgenommen hat, muss sich nicht selbstständig bei der zuständigen Gesundheitsbehörde melden.

Testpflicht

Das Gesundheitsamt kann Sie innerhalb von 10 Tagen nach Einreise dazu auffordern, ein negatives Testergebnis vorzulegen, oder, wenn Sie über ein solches Ergebnis nicht verfügen, einen Test zu machen. Die Pflicht zur Vorlage eines Nachweises bzw. zur Duldung einer Testung entsteht grundsätzlich erst mit der Aufforderung des Gesundheitsamtes. Abweichende Regelungen gelten jedoch für Personen, die seit dem 22. Dezember 2020 in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind, und die sich in den letzten 10 Tagen vor Einreise im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland oder in der Republik Südafrika aufgehalten haben. Diese Reisenden sind verpflichtet, der zuständigen Behörde (Gesundheitsamt oder eine andere vom jeweiligen Bundesland benannte Behörde, Bundespolizei im Rahmen der Grenzkontrolle bei direkten Einreisen aus den genannten Ländern) bei Einreise ein negatives Testergebnis im Hinblick auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorzulegen. Die zugrunde liegende Testung darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein oder muss bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen werden. Der durchgeführte Test muss die unter https://www.rki.de/tests genannten Anforderungen erfüllen.

Für alle Einreisenden aus Risikogebieten gilt zusätzlich, soweit eine landesrechtliche Regelung dies vorsieht, eine Pflicht für eine 10-tägige Absonderung (häusliche Quarantäne). Einreisende müssen sich vor ihrer Ankunft in Deutschland auf www.einreiseanmeldung.de anmelden und den Nachweis darüber bei Einreise mit sich führen. Nach frühestens fünf Tagen Quarantäne können sich die Einreisenden auf Corona testen lassen. Ein negatives Ergebnis beendet dann die Quarantäne. Da die Länder diese Regelungen in eigener Zuständigkeit umsetzen, informieren Sie sich bitte über die Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes, in das Sie einreisen.

Um die Bürgerinnen und Bürger zu schützen, besteht derzeit ein Beförderungsverbot aus dem Vereinigen Königreich und aus der Republik Südafrika. Das bedeutet, dass es Unternehmen, die im Eisenbahn-, Bus-, Schiffs- oder Flugverkehr tätig sind, untersagt ist, Reisende aus diesen Staaten in die Bundesrepublik Deutschland zu befördern. Ab dem 1. Januar 2020 dürfen Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland befördert werden, allerdings müssen die zu diesem Zweck geplanten Flüge genehmigt werden.

Ja, aber in wenigen Ausnahmefällen. In folgenden Fällen gilt eine Ausnahme:

  • reine Post- oder Fracht- oder Leerflüge,
  • Rückführung von Luftfahrzeigen, Schiffen und Crews
  • Transporte mit medizinischem Personal im Interesse der öffentlichen Gesundheit, Ambulanzflüge und Flüge zum Transport von Transplantationsorganen sowie notwendiges Begleitpersonal,
  • Flüge aus humanitären Gründen,
  • Flüge im Auftrag der Internationalen Atomenergie-Organisation sowie der Vereinten Nationen und ihrer Organisationen 

Einreisende, die aufgrund dieser Ausnahmen einreisen, müssen bei Einreise ein negatives Testergebnis im Hinblick auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen oder einen Test bei Einreise durchführen lassen. Der Test darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein und muss die Anforderungen des Robert Koch-Instituts, die auf seiner Internetseite https://www.rki.de/tests veröffentlicht sind, erfüllen.

Der Test muss die durch das Robert Koch-Institut unter www.rki.de/covid-19-tests aufgeführten Kriterien erfüllen.

Falls das Testergebnis bei Einreise mitgeführt wird, darf der Test höchstens 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland vorgenommen worden sein.

Die Regelungen der Länder sehen in bestimmten Ausnahmefällen Befreiung von der Quarantänepflicht vor. Einige dieser Ausnahmen sind an die Vorlage eines negativen Testergebnisses geknüpft.

Ein positives Testergebnis führt dazu, dass die betroffene Person sich für 10 Tage in Isolierung begeben muss.

Ein negatives Testergebnis nach frühestens fünf Tagen häuslicher Absonderung führt in den meisten Ländern dazu, dass keine häusliche Quarantäne mehr erforderlich ist.

Darüber hinaus sind manche in den landesrechtlichen Vorschriften vorgesehenen Ausnahmen von der Quarantänepflicht an die Vorlage eines negativen Testergebnisses geknüpft. Hierzu informieren Sie sich bitte über die Bestimmungen des Bundeslandes in welches Sie einreisen.

Wichtig ist: Treten innerhalb von 10 Tagen nach Einreise aus einem Risikogebiet typische COVID-19-Symptome (Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber oder Geruchs- oder Geschmacksverlust) auf, muss umgehend das zuständige Gesundheitsamt informiert werden. Unklare Symptome sollten – auch wenn der Test negativ war – unverzüglich mit einem Arzt abgeklärt werden.

Unter der Telefonnummer 116 117 oder im Internet unter www.116117.de können Sie sich informieren, wo Sie vor Ort einen Test machen können. Wer sich beim Hausarzt testen lassen möchte, sollte unbedingt vorher dort anrufen.

Teststellen finden Sie auch bei Einreise am Flughafen und an den Häfen.

Reisende aus Risikogebieten sind verpflichtet, sich unverzüglich nach Rückkehr beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden und dort auch Angaben über mögliche Symptome und einen Test zu machen. Die Pflicht besteht nicht, wenn der Reisende vor Einreise in die Bundesrepublik Deutschland die digitale Einreiseanmeldung (DEA) durchgeführt hat. Auf die damit hinterlegten Daten kann das Gesundheitsamt digital zugreifen und die Einhaltung der häuslichen Quarantäne kontrollieren bzw. Sie zur Vorlage eines Testnachweises oder Duldung eines Tests auffordern.

Es sind keine Zwangstests geplant. Wer jedoch als Einreisender aus einem Risikogebiet innerhalb von 10 Tagen nach Rückkehr aus einem Risikogebiet auf Anforderung keinen Test duldet, muss mit einer Geldbuße rechnen.

Für Tests, die in Deutschland durchgeführt werden, besteht eine sogenannte Labormeldepflicht. Das heißt: Die Labore müssen positive Testergebnisse dem zuständigen Gesundheitsamt melden.

Negative Testergebnisse werden nicht von den Laboren an die Gesundheitsämter gemeldet. Ein negatives Testergebnis müssen Reisende, die aus einem Risikogebiet kommen, daher selbst mit der vom Arzt ausgestellten Testbescheinigung auf Anforderung gegenüber dem zuständigen Gesundheitsamt oder der sonstigen vom Land bestimmten Stelle nachweisen.

Einreisende, die sich in den letzten 10 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben sind verpflichtet, eine digitale Einreiseanmeldung auszufüllen. Der Nachweis wird durch die Beförderer kontrolliert, das betrifft auch Einreisen mit dem Zug.

Bei Einreisen mit dem Auto können grenznah durch die zuständigen Behörden Stichprobenkontrollen durchgeführt werden, ob eine digitale Einreiseanmeldung durchgeführt worden ist.

Auf die in der digitalen Einreiseanmeldung hinterlegten Daten kann das Gesundheitsamt digital zugreifen und die Einhaltung der häuslichen Quarantäne kontrollieren bzw. Sie zur Vorlage eines Testnachweises oder Duldung eines Tests auffordern.

Einreisende werden von den Beförderern (zum Beispiel im Zug oder im Flugzeug) im grenzüberschreitenden Verkehr auf die Pflichten hingewiesen. Außerdem informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über die Testpflicht und es wird Hinweistafeln an Straßen in Grenznähe, an Flughäfen, Häfen und Bahnhöfen geben. Im Zuge der DEA wird über die Verpflichtung zur 10-tägigen Quarantäne bzw. über die Ausnahmen informiert.

Bei Verstoß gegen die oben genannten Pflichten zur Meldung, Duldung einer Testung oder häuslichen Quarantäne können durch die zuständigen Behörden vor Ort hohe Bußgelder verhängt werden.

Kostenlose Tests

Einreisende, die sich in den letzten 14 Tagen in einem internationalen Risikogebiet aufgehalten haben, haben bis zum 1. Dezember innerhalb von zehn Tagen nach Einreise einen Anspruch auf kostenlose Testung.

Regelungen für nach Deutschland Einreisende im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 / COVID-19 und die digitale Einreiseanmeldung für Personen aus Risikogebieten in mehreren Sprachen.