Empfängnisverhütung, künstliche Befruchtung, Schwangerschaftsabbruch

Empfängnisverhütung

Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung haben bis zum vollendeten 22. Lebensjahr Anspruch auf Versorgung mit empfängnisverhütenden Mitteln, soweit sie ärztlich verordnet werden.

Künstliche Befruchtung

Frauen dürfen bei einer künstlichen Befruchtung nicht jünger als 25 Jahre sein und das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Männer dürfen das 50. Lebensjahr nicht überschritten haben. Weiterhin müssen die Paare verheiratet sein. Sind diese und weitere Voraussetzungen erfüllt, beteiligt sich die gesetzliche Krankenkasse mit 50 Prozent an den Kosten für die ersten drei Versuche der künstlichen Befruchtung. Dies gilt auch für die etwaige Arzneimittelversorgung. Unverheiratete Paare können bei bestimmten Voraussetzungen eine Förderung durch das Bundesfamilienministerium erhalten.

Schwangerschaftsabbruch

Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung haben Anspruch auf Leistungen bei einem Abbruch der Schwangerschaft aus medizinischen und kriminologischen Gründen. Bei einem Abbruch der Schwangerschaft aus sozialen Gründen nach der sogenannten Beratungsregelung werden die Kosten bei finanzieller Bedürftigkeit der Frau von der Krankenkasse zunächst getragen. Diese Kosten werden der Krankenkasse von den Ländern zurückerstattet.