Heilmittel

Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung haben Anspruch auf medizinisch notwendige Heilmittel. Voraussetzung: Das Heilmittel hilft, eine Krankheit zu heilen oder zu lindern.

Ein Anspruch kann auch in weiteren Fällen bestehen, zum Beispiel um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, zu mindern oder um der Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegenzuwirken. Das Nähere hat der Gemeinsame Bundesausschuss in der Heilmittel-Richtlinie geregelt. Zu den Heilmitteln zählen Maßnahmen der Physiotherapie, der Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie, der Podologie, der Ergotherapie und der Ernährungstherapie.

Kostenerstattung durch die Krankenkasse

Heilmittel können nur dann verordnet werden, wenn deren therapeutischer Nutzen anerkannt ist. Welche Heilmittel verordnungsfähig sind, ist in der Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) festgelegt. Im sogenannten Heilmittelkatalog, der Bestandteil der Heilmittel-Richtlinie ist, sind einzelnen Erkrankungsbildern Heilmittel zugeordnet, die verordnet werden können. Bei Fragen zu der Heilmittel-Richtlinie können sich Versicherte an ihre Krankenkasse, ihre Ärztin oder ihren Arzt wenden.

Zuzahlung

Die Zuzahlung bei Heilmitteln beträgt für Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, zehn Prozent der Kosten des Heilmittels zuzüglich zehn Euro je Verordnung, wobei diese mehrere Anwendungen umfassen kann.

Beispiel

Massage: 10% von 15,40 € = 1,54 € x 6   = 9,24 €
Wärmepackung: 10% von 11,51 € = 1,15 € x 6   = 6,90 €
+ 1 Verordnung     = 10,00 €
Gesamtzuzahlung     = 26,14 €