Big Data und Gesundheit

30. November 2017. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka haben in Berlin die Stellungnahme des Deutschen Ethikrats "Big Data und Gesundheit – Datensouveränität als informationelle Freiheitsgestaltung" entgegen genommen.

Gruppenfoto bei der Übergabe der Stellungnahme
Bildquelle: Deutscher Ethikrat/Foto: Reiner Zensen

Es geht darum, die technischen Möglichkeiten der massenhaften Datenauswertung für die medizinische Forschung und Versorgung zu nutzen und gleichzeitig den Schutz der Privatsphäre sicherzustellen. Gerade im Gesundheitsbereich muss die Diskussion über das technisch Machbare immer mit einer Diskussion über das Menschengemäße einhergehen. Der Ethikrat leistet mit seiner umfassenden Stellungnahme dazu einen ganz wichtigen Beitrag.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Der Deutsche Ethikrat zeigt in seiner Stellungnahme die Entwicklungen in der Nutzung von Big Data im Gesundheitswesen und die Chancen und Risiken, die damit verbunden sind, auf.

Neben der ausführlichen Analyse der bestehenden rechtlichen Vorgaben zu Big Data gibt der Ethikrat Empfehlungen zum Umgang mit Big Data und zur Ausgestaltung der Rahmenbedingungen, unter denen Big Data im Gesundheitsbereich künftig genutzt werden könnte, um die medizinische Forschung und Versorgung bei der Behandlung schwerer Erkrankungen zu verbessern. Gleichzeitig müssen Versicherte zu jedem Zeitpunkt die Hoheit über ihre Daten behalten. Die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates ist ein Beitrag für eine gesellschaftliche Diskussion über die Nutzung gesundheitsbezogener Daten in Deutschland.

Das Bundesgesundheitsministerium fördert derzeit mit mehr als 1,5 Millionen Euro vier Forschungsprojekte, die sich mit den ethischen Fragen der Digitalisierung, die der Ethikrat aufgeworfen hat, beschäftigen.