Organspendeausweis schafft Klarheit

Tag der Organspende 2018: "Richtig. Wichtig. Lebenswichtig."

1. Juni 2018. Die positive Einstellung gegenüber der Organspende ist so hoch wie nie zuvor. Dies ergab eine aktuelle Repräsentativbefragung der BZgA. Das Bewusstsein mit dem Thema Organspende gilt es über den Tag der Organspende (2. Juni) hinaus weiter auszubauen.

Sich mit der Organspende auseinanderzusetzen, muss für uns alle zur Selbstverständlichkeit werden. Das sind wir den mehr als 10.000 Menschen schuldig, die voller Hoffnung auf ein Organ warten. Jeder sollte daher für sich eine Entscheidung treffen und diese auf dem Organspendeausweis dokumentieren. Viele haben das schon getan. Aber das reicht noch nicht. Deshalb wollen wir weiter Überzeugungsarbeit leisten. Zudem werden wir die Transplantationsbeauftragten in den Kliniken stärken und die Vergütung so verbessern, dass sich die Kliniken wirklich um dieses Thema kümmern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Positive Einstellung so hoch wie nie zuvor

Organ- und Gewebespende wird laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zunehmend zum Gesprächsthema. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) haben hierzu bereits mit ihrer Familie oder Freunden gesprochen. Das ist eine Steigerung im Vergleich zur BZgA-Erhebung aus dem Jahr 2014 (61 Prozent). 81 Prozent der Bevölkerung stehen der Organ- und Gewebespende positiv gegenüber. Die bundesweite Repräsentativbefragung der BZgA zu „Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2016“ wurde von Januar bis Februar 2016 unter 4.002 Bürgerinnen und Bürgern im Alter von 14 bis 75 Jahren durchgeführt. Sie enthält Daten, aufgeschlüsselt nach Alter, Geschlecht und Bildungsniveau sowie Trends seit 2012.

Die diesjährige Großveranstaltung zum Tag der Organspende in Erfurt bietet zahlreiche Informationsmöglichkeiten, um eine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende zu treffen: Talkrunden mit Experten, Informationsstände, begehbare Organmodelle, individuelle Gesprächsmöglichkeiten und Diskussionsangebote. Die BZgA ist neben vielen Selbsthilfeverbänden und Organisationen vor Ort. Sie alle stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung.