Welt-Tuberkulose-Tag am 24. März

20. März 2018. Anlässlich des Welt-Tuberkulose-Tages hat das Bundesgesundheitsministerium gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation am 20. März 2018 zu einem hochrangigen Treffen nach Berlin eingeladen. Der Welttuberkulosetag am 24. März ehrt jedes Jahr die Entdeckung des Tuberkulose-Erregers und macht gleichzeitig darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, die Erkrankung konsequent zu bekämpfen.

Dieses Jahr ist ein wichtiges Jahr für die Bekämpfung der Tuberkulose: im September werden sich UN-Mitgliedstaaten in New York erstmals mit Tuberkulose befassen, um diese Krankheit weltweit noch besser zu bekämpfen. Das Treffen in Berlin dient auch der Vorbereitung der UN-Konferenz. Zugleich werden die Ziele der vor zehn Jahren verabschiedeten Berliner Deklaration zur Bekämpfung der Tuberkulose bekräftigt.

Durch eine Antibiotika-Therapie ist Tuberkulose behandelbar und in der Regel heilbar. Damit die Behandlung den vollen Erfolg zeigt, muss die Krankheit frühzeitig erkannt und konsequent behandelt werden. Mit einer Behandlung im frühen Stadium sinkt auch das Übertragungsrisiko. Nicht alle Patientinnen und Patienten sind zwangsläufig infektiös: Knapp die Hälfte von ihnen leidet nicht an der ansteckenden, offenen Lungentuberkulose, sondern an anderen Formen.

Tuberkulose ist die weltweit führende Todesursache durch einen einzelnen Infektionserreger. Allein im Jahr 2016 erkrankten gemäß Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 10,4 Millionen Menschen an Tuberkulose, etwa 1,7 Millionen Menschen verstarben daran. Somit sterben jeden Tag weltweit mehr als 4.500 Menschen an dieser Erkrankung. Die Weltgemeinschaft hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, Tuberkulose bis zum Jahr 2030 auszurotten.

Die Koordination der Tuberkulosekontrolle erfolgt in Deutschland unter Federführung des Robert Koch-Instituts (RKI) im Austausch und in enger Vernetzung u.a. mit dem Deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK) und dem Forschungszentrum Borstel (FZB).

Der Welt-Tuberkulose-Tag ehrt den Wissenschaftler Robert Koch, der am 24. März 1882 seine Entdeckung des Tuberkulose-Erregers bekannt gab. Tuberkulose wurde damit zu einer Erkrankung, die feststellbar, behandelbar und heilbar ist.