Spahn wirbt für Grippeschutzimpfung

Bei einem Impftermin des betriebsärztlichen Dienstes der Deutschen Post hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn heute in Berlin zur Grippeschutzimpfung aufgerufen.

Spahn bekommt die Grippeschutzimpfung von einer Ärztin

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Grippeschutzimpfung besonders für Personen, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben. Dazu zählen: ältere Menschen ab 60 Jahre, Personen mit Grundkrankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen, chronischen Krankheiten der Atmungsorgane oder Diabetes. Auch Schwangeren, medizinischem Personal, Personen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr, Betreuern von Risikopatienten sowie Bewohnern von Alters- oder Pflegeheimen wird empfohlen, sich impfen zu lassen.

„Zu viele Menschen unterschätzen die Grippe. Die außergewöhnlich starke Grippewelle vor zwei Jahren hat in Deutschland mehr als 25.000 Menschen das Leben gekostet. Das darf sich nicht wiederholen. Gegen Grippe hilft Impfen. Diese Impfung ist sicher, wird von Fachleuten empfohlen und wird für Risikogruppen von den Krankenkassen bezahlt. Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere sowie Medizin- und Pflegepersonal sollten sich jetzt gegen Grippe impfen lassen." 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Wer soll sich impfen lassen?

Laut der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts sollten sich impfen lassen:

  • Menschen ab 60,

  • Schwangere,

  • chronisch Kranke,

  • Bewohner von Pflegeheimen,

  • med. Personal und

  • Menschen, die in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr arbeiten.

Wann ist der perfekte Zeitpunkt für die Impfung?

Jetzt! Die Impfung braucht 10-14 Tage, bis sie wirkt. Die meisten Menschen stecken sich nach der Jahreswende mit Grippe an. Wer sich im Oktober oder November impfen lässt, ist bis dahin bestmöglich geschützt.

Warum soll man sich impfen lassen?

Die Impfung ist sicher sowie nebenwirkungsarm und sie kann vor einer Ansteckung schützen. Wer sich impfen lässt, schützt auch andere – z.B. die, die sich nicht impfen lassen können. 

Wer zahlt die Impfung?

Bei Personen, die sich gemäß den Empfehlungen der STIKO impfen lassen sollen, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Alle anderen sollten nachfragen, ob die Kasse die Impfung erstattet.

Muss man sich jedes Jahr impfen lassen?

Ja, denn das Virus verändert sich. Die WHO empfiehlt jedes Jahr eine neue Zusammensetzung des Impfstoffs. Außerdem lässt der Impfschutz mit der Zeit nach.

Gibt es dieses Jahr genügend Impfstoff?

Das Paul-Ehrlich-Institut hat jetzt schon mehr Dosen freigegeben als in der kompletten letzten Saison benutzt wurden: mehr als 18 Millionen Impfdosen.

Wie viele Menschen lassen sich impfen?

Zu wenige - selbst unter denen, für die die Impfung ausdrücklich empfohlen wird. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, dass unter den Über-60-Jährigen 75 Prozent geimpft sein sollen. Dieses Ziel wird zurzeit deutlich unterschritten (2016/2017 waren es 35 Prozent).