Debatte um Widerspruchslösung zeigt Wirkung

Zahl der Organspender steigt um 20 Prozent

Die Zahl der Organspenden steigt weiter. Das geht aus einer Statistik der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hervor. Danach ist die Zahl der Organspender 2018 erstmals seit 2010 wieder deutlich gestiegen. Insgesamt haben im vergangenen Jahr 955 Menschen nach ihrem Tod Organe für schwerkranke Patienten gespendet – im Vergleich zu 2017 (797 Spender) eine Steigerung von knapp 20 Prozent.

Die Informationskampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Debatten um Widerspruchslösung und neue Organspende-Regeln sorgen dafür, dass sich mehr Menschen Gedanken über das Thema machen.

Der Bundestag wird in den nächsten Monaten gleich über mehrere Gesetze beraten, die die Bedingungen für noch mehr Organspenden setzen sollen. Denn die steigenden Zahlen sind gut, aber nicht gut genug. Noch warten 10 000 Menschen auf ein Spenderorgan.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Der vom Kabinett bereits zugestimmte Gesetzentwurf zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende (GZSO) setzt konkret bei den Problemen an. Es stärkt die Position der Transplantationsbeauftragten in den Kliniken, verpflichtet durch ein flächendeckendes Berichtssystem zu mehr Qualität und Verbindlichkeit, verankert erstmals die Angehörigenbetreuung im Gesetz und sorgt für eine aufwandsgerechte Finanzierung der Kliniken.