Gliom-Invasionstests als prädiktives Instrument für die personalisierte Gliom-Medizin (Glioma-PerMed)

Ressortforschung im Handlungsfeld „Gesundheitsversorgung“, Förderschwerpunkt „ERA-PerMed“

Die Profil-Ansicht eines Menschen und des Gehirns
Die Profil-Ansicht eines Menschen und des Gehirns

Projektleitung

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Klinik für Neurochirurgie
Dr. Julia Steinmann
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf

Projektlaufzeit

01.05.2023 bis 30.04.2026

Das Projekt ist Teil des Förderschwerpunkts „Förderung von multidisziplinären transnationalen Forschungsvorhaben zur Prävention in der Personalisierten Medizin innerhalb des ERA-Netzes „ERA PerMed“.

Projektbeteiligte

  • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Humangenetik
  • Technion – Israel Institute of Technology
  • Latvian Biomedical Research and Study centre

 

Motivation

Glioblastoma multiforme (GBM) ist ein bösartiger Hirntumor. Diese Tumore können sehr unterschiedlich sein. Daher kann nicht eine einzige Behandlungsart für alle betroffenen Patientinnen und Patienten angewendet werden. Vielmehr erscheint ein personalisierter Ansatz zur Therapie sinnvoll. Um den ca. 7.000 Patientinnen und Patienten, die in Deutschland jährlich neu an GBM erkranken, bessere Therapieoptionen liefern zu können, ist der personalisierte Ansatz des vorliegenden Projektes ein Ansatzpunkt. Damit gliedert sich das multidisziplinäre und transnationale Forschungsvorhaben innerhalb des ERA-Netzes „ERA PerMed“ ein und legt einen Grundstein für eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung.

Ziele und Vorgehen

Im Rahmen des multinationalen Vorhabens „Glioma-PerMed“ soll untersucht werden wie sich der Prozess des Eindringens des Tumors in das umgebende gesunde Gewebe, die sog. Invasion, und die damit verbundene Zerstörung des Hirngewebes vorhersagen lässt. Mit Hilfe von Verfahren des maschinellen Lernens und der Entwicklung eines Modells, das die komplexe Umgebung des menschlichen Gehirns nachbildet sollen eine personalisierte Diagnostik und Medikation ermöglicht werden.

Perspektiven für die Praxis

Eine personalisierte Behandlung von GBM verspricht Patientinnen und Patienten bessere Behandlungserfolge, erhöhte Lebensqualität und Lebensdauer. Da die Therapie von Patientinnen und Patienten mit GBM nach wie vor nur einen palliativen Ansatz verfolgen kann und die Krankheit damit als unheilbar gilt, sind jegliche Erkenntnisse, die dieses Projekt liefert, für die Erforschung der Erkrankung relevant. Mögliche Arzneimittelkandidaten, die identifiziert werden, könnten in die klinische Anwendung überführt werden.

Weitere Informationen

  • Handlungsfeld „Digitalisierung“

    Die Digitalisierung des Gesundheitswesens und ihre Auswirkungen u. a. auf die Patientinnen- und Patientenversorgung bietet große Chancen. Hier erfahren Sie mehr zum gesundheitspolitischen Handlungsfeld „Digitalisierung“.

  • Überblick Forschungsschwerpunkte

    Das BMG fördert neben Einzelvorhaben insbesondere Forschungsaktivitäten zu übergreifenden Themen. Die Förderschwerpunkte richten sich nach den Handlungsfeldern der Ressortforschung. Hier gelangen Sie zum Überblick.

Stand: 13. Mai 2025

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