Multi-markers risk assessment of kidney sensitivity to injury to personalize prevention of acute kidney injury (SPAREKID)

Ressortforschung im Handlungsfeld „Gesundheitsversorgung“, Förderschwerpunkt „ERA-PerMed“

Krankenschwester und menschliche Niere

Projektleitung

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Informatik
Prof. Dr. Andreas Hildebrandt
Saarstr. 21
55122 Mainz

Projektlaufzeit

01.09.2023 - 31.07.2025

Das Projekt ist Teil des Förderschwerpunkts „Förderung von multidisziplinären transnationalen Forschungsvorhaben zur Prävention in der Personalisierten Medizin innerhalb des ERA-Netzes „ERA PerMed“.

Projektbeteiligte

  • University Hospital of Toulouse
  • Fundación Instituto de Investigación Sanitaria
  • Technical University of Munich (TUM)
  • University College Dublin
  • Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale (INSERM)

Motivation

Akute Nierenschädigungen (AKI) sind lebensbedrohliche Erkrankungen mit hoher Sterblichkeit, die bei bis zu 25% der hospitalisierten Patientinnen und Patienten in Notaufnahmen und chirurgischen Stationen auftreten. Dabei handelt es sich um eine Dysfunktion der Niere, die u. a. mit Kreislaufversagen und anderen kardiovaskulären Erkrankungen einhergehen kann. Die zugrundeliegenden Mechanismen von AKI sind vielfältig und beinhalten u. a. Nierenschädigungen z. B. durch Chemotherapie oder Sepsis oder multiple molekulare Mechanismen wie systemische Entzündungen. Es handelt sich um eine komplexe und heterogene Nierenreaktion, deren Prädiktion derzeit nur unzureichend möglich ist.

Ziele und Vorgehen

Das Ziel von SpareKid ist es die Entwicklung einer AKI besser vorherzusagen, um eine gezielte Prävention zu ermöglichen, Erkrankungen abzuwenden und Kosten zu reduzieren. Das innovative Konzept von SpareKid besteht darin, einen so genannten nicht-invasiven Kidney Resilience Index (KRI) zu definieren, der die AKI charakterisiert. Der KRI wird auf der Grundlage umfassender und verschiedenartiger molekularer und klinischer Daten erstellt. Dies erlaubt die Berücksichtigung von verschiedensten Daten und Datenquellen, um die Komplexität der AKI zu modellieren. Schließlich soll anhand von Daten aus den verschiedenen nationalen Gesundheitssystemen die Kosteneffektivität des KRI modelliert werden, um die die Kostenersparnis dieser präventiven Strategie zu bestimmen.

Perspektiven für die Praxis

Das Vorhaben Sparekid liefert einen wichtigen Beitrag zuu Behandlung der AKI, einer Erkrankung an der ein Viertel der hospitalisierten Patientinnen und Patienten in Notaufnahmen oder chirurgischen Stationen erkranken können. Auf Grundlage von klinischen und molekularen Daten werden zielgerichtete Lösungen zur für unterschiedliche Patientinnen und Patienten entwickelt. Dies kann nicht nur die gesundheitliche Versorgung von hospitalisierten Bürgerinnen und Bürgern verbessern, sondern auch medizinischem Personal ermöglichen, notwendige Maßnahmen frühzeitig einzuleiten und die Pflege zu verbessern.

Weitere Informationen

  • Handlungsfeld „Digitalisierung“

    Die Digitalisierung des Gesundheitswesens und ihre Auswirkungen u. a. auf die Patientinnen- und Patientenversorgung bietet große Chancen. Hier erfahren Sie mehr zum gesundheitspolitischen Handlungsfeld „Digitalisierung“.

  • Überblick Forschungsschwerpunkte

    Das BMG fördert neben Einzelvorhaben insbesondere Forschungsaktivitäten zu übergreifenden Themen. Die Förderschwerpunkte richten sich nach den Handlungsfeldern der Ressortforschung. Hier gelangen Sie zum Überblick.

Stand: 13. Mai 2025

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