Nachhaltige Weiterentwicklung von Kompetenzen und Methoden am Beispiel SOPESS als Teil der Schuleingangsuntersuchung (KOMET-SEU)

Ressortforschung im Handlungsfeld „Gesundheitsförderung und Prävention“, Förderschwerpunkt „Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Öffentlichem Gesundheitsdienst und Public Health Forschung“

Nachhaltige Weiterentwicklung von Kompetenzen und Methoden am Beispiel SOPESS als Teil der Schuleingangsuntersuchung (KOMET-SEU)

Projektleitung

Universitätsmedizin Mainz, Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik
Prof. Dr. Michael S. Urschitz
Obere Zahlbacher Str. 69
55131 Mainz

Projektlaufzeit

01.04.2021 bis 30.09.2024

Projektbeteiligte

  • Universität der Bundeswehr Hamburg
  • Universität Leipzig
  • Landeszentrum Gesundheit NRW

Das Projekt ist Teil des Förderschwerpunkts „Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Öffentlichem Gesundheitsdienst und Public Health Forschung“.

Ansprechperson

Dr. Michael Ebert
DLR Projektträger
projekttraeger-bmg(at)dlr.de 

Motivation

Die Schuleingangsuntersuchung (SEU) stellt einen wichtigen Bestandteil der Arbeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) im Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit dar. Schwerpunkte der SEU sind Entwicklungsdiagnostik, Überprüfung des Entwicklungsstandes des Kindes sowie Erkennen von Unterstützungs- und Förderbedarf. Trotz standardisierter Screening-Instrumente sind die Ergebnisse in der Praxis oft heterogen und über Kommunen und Länder hinweg zum Teil nicht vergleichbar. Um eine überregionale Gesundheitsberichterstattung zu ermöglichen, ist es somit notwendig, eine einheitliche Datenerfassung im Rahmen der SEU zu entwickeln.

Ziele und Vorgehen

Am Beispiel des Sozialpädiatrischen Entwicklungsscreenings (SOPESS) im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung sollen durch gezielte Maßnahmen, wie etwa einer Online-Fortbildung zur Erweiterung der diagnostischen Grundkompetenz oder der Etablierung von SOPESS-Qualitätszirkeln, eine Steigerung der Aussagekraft erreicht werden, die wiederum eine kohärente kommunale und landesweite Gesundheitsberichterstattung ermöglichen soll. Gemeinsam mit Praxispartnerinnen und –partnern des ÖGD wollen die Forschenden untersuchen, ob sich beim Einsatz des SOPESS unbewusste Abweichungen ergeben. Darüber hinaus sollen die Durchführung und Dokumentation von SOPESS verbessert und die Analyse der Daten weiterentwickelt werden, um SOPESS besser als bisher für individualmedizinische Beratungen bzw. für die kommunale Präventions- und Ressourcenplanung nutzbar zu machen.

Perspektiven für die Praxis

Durch die geplante Standardisierung und Weiterentwicklung der Qualitätssicherung vor Ort soll die Datenqualität der Schuleingangsuntersuchung weiter erhöht und damit deren Akzeptanz und Nutzen spürbar verbessert werden. Hierdurch soll auch die schulische Entwicklung der Kinder durch frühzeitige individuelle Förderung und Unterstützung sowie die sozialkompensatorische Funktion der schulärztlichen Untersuchungen begünstigt werden. Das umfangreiche Maßnahmenpaket, das im Projektverlauf detailliert entwickelt werden soll (z. B. Ergebnisbroschüren, Handreichungen, Anforderungskataloge für Software, Checklisten, Onlinefortbildung, etc.), wird interessierten Gesundheitsämtern und Landesbehörden im Anschluss des Projekts kostenfrei zur Verfügung gestellt. Über die Mitglieder eines Expertinnen-/Expertenbeirats sowie einer Projekthomepage soll zudem die Implementierung der Maßnahmen in der Praxis unterstützt werden.

Stand: 18. Februar 2022

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