Forschungsschwerpunkt: Psychosoziale Situation und Unterstützungsbedarfe von Frauen mit ungewollter Schwangerschaft

Eine ungewollte Schwangerschaft bedeutet für betroffene Frauen stets eine neue, herausfordernde Lebenssituation mit einer Vielzahl an offenen Fragen. Diese Situation kann auch mit ambivalenten Gefühlen und mit psychosozialen Belastungen verbunden sein.

Um die betroffenen Frauen und Familien in dieser Situation zu begleiten und zu unterstützen bestehen vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote. Der Förderschwerpunkt soll dazu beitragen, weitergehende wissenschaftliche Erkenntnisse zu maßgeblichen Einflussfaktoren auf das Erleben und die Verarbeitung einer ungewollten Schwangerschaft, den Unterstützungsbedarf, die medizinische Versorgung und die Situation der betroffenen Frauen insbesondere auch im Hinblick auf ihre psychische Gesundheit zu erarbeiten.

Zum einen wird untersucht, ob bestehende Angebote den Bedarfen der Frauen ausreichend dabei helfen, eine ungewollte Schwangerschaft zu verarbeiten und zu bewältigen. Es werden Erfahrungen betroffener Frauen einbezogen und Erfolgsfaktoren und Hemmnisse ermittelt, die darüber entscheiden, ob die vorhandenen Unterstützungsangebote genutzt werden. Zum anderen soll die medizinische Versorgungssituation rund um einen Schwangerschaftsabbruch untersucht werden. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse können genutzt werden, um künftig die Beratungs- und Unterstützungsangebote für betroffene Frauen weiterzuentwickeln.

In den geförderten Vorhaben werden sowohl Frauen berücksichtigt, die sich für ein Austragen des Kindes entscheiden, als auch Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen. Schwangerschaftsabbrüche aus medizinischen oder kriminologischen Gründen sind nicht Gegenstand der geförderten Forschungsvorhaben.