Die medizinische Versorgungssituation zur Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs im Krankenhaussektor in Deutschland (MedVersKH)

Ressortforschung im Handlungsfeld „Gesundheitsversorgung“, Förderschwerpunkt „Psychosoziale Situation und Unterstützungsbedarf von Frauen mit ungewollter Schwangerschaft“

Motivation

Über die medizinische Versorgungssituation bei Schwangerschaftsabbrüchen im Krankenhaussektor ist in Deutschland in Wissenschaft und Praxis relativ wenig bekannt. Dies stellt sowohl das Gesundheitssystem als auch die betroffenen Frauen, das Fachpersonal und Beratungsstellen vor Herausforderungen. Das Forschungsprojekt MedVersKH soll daher wissenschaftliche Erkenntnisse zum aktuellen medizinischen Versorgungsangebot rund um das Thema Schwangerschaftsabbrüche in Krankenhäusern erarbeiten.

Ziele und Vorgehen

Mithilfe des Projekts sollen Daten zur Versorgungsituation gesammelt und analysiert werden. Diese Daten sollen mit Blick auf regionale Unterschiede in den einzelnen Bundesländern sowie Stadt- und Landkreisen, der Trägerschaft des jeweiligen Krankenhauses, der Bettengrößenklasse sowie der Anzahl der Ärztinnen und Ärzte ausgewertet werden. Dazu soll eine deutschlandweite Analyse für die Krankenhäuser durchgeführt werden. Grundlage dafür sind insbesondere die Qualitätsberichte der Krankenhäuser des Jahres 2018. Zusätzliche Auswertungen des Statistischen Bundesamts sollen eine umfassende Untersuchung der Versorgungssituation ermöglichen. Es werden zudem die rechtlichen Voraussetzungen, darunter Beratungsregelungen sowie medizinische Indikationen, die Art des Eingriffs und dokumentierte Komplikationen der erfassten Schwangerschaftsabbrüche in den Blick genommen.

Perspektiven für die Praxis

Mit den in diesem Forschungsprojekt gewonnenen Erkenntnissen wird ein umfassender Sachstandsbericht zur Versorgungsqualität bei Schwangerschaftsabbrüchen in Krankenhäusern inklusive regionaler Unterschiede sowie daraus abzuleitende Verbesserungspotenziale möglich. Das Projekt zielt darauf ab, etwaige Informationslücken zu schließen und die Transparenz rund um diese spezifische Versorgungsleistung für Frauen zu erhöhen. Die wissenschaftlich fundierte Datenbasis erlaubt das Ableiten von Empfehlungen für eine gut zugängliche sowie qualitativ hochwertige und patientenorientierte Krankenhausversorgung für betroffene Frauen in dieser schwierigen Lebenssituation.

Fakten zum Projekt

Projektleitung

Universität Kassel

Prof. Dr. Alfons Hollederer

Arnold-Bode-Str 10

34109 Kassel

Projektlaufzeit

Ansprechperson

Dr. Eva Becher

DLR Projektträger

projekttraeger-bmg(at)dlr.de

Stand: 17. Februar 2021
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