Teleneurologische Angebote für TherapeutInnen in Nordostdeutschland (TATheN)

Handlungsfeld: „Digitalisierung“ Forschungsschwerpunkt: „ZDG – Zukunftsregion Digitale Gesundheit“

Ärztin und Patient - Teleneurologische Angebote für TherapeutInnen in Nordostdeutschland (TATheN)

Projektleitung

HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Hildesheim/Holzminden/Göttingen - Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit
Frau Prof. Dr. Juliane Leinweber
Hohnsen 4
31134 Hildesheim

Projektlaufzeit

01.01.2022 - 01.01.2023

Motivation

Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Wahrscheinlichkeit an einem Schlaganfall zu erkranken. Fast 85 Prozent der Schlaganfälle treten nach dem 60. Lebensjahr auf und hinterlassen häufig bleibende körperliche Beeinträchtigungen. Mit dem demografischen Wandel in Deutschland wird die Häufigkeit der Erkrankung vermutlich zunehmen. Bei der Behandlung von akuten Schlaganfallpatientinnen und -patienten in ländlichen Bereichen wird zudem der therapeutische Fachkräftemangel sowie die oftmals fehlende Expertise von Therapeutinnen und Therapeuten immer deutlicher. All dies zeigt die Notwendigkeit einer Weiterentwicklung bestehender Konzepte in der Versorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten. Eine mögliche Lösung dieses Problems könnte die Telemedizin bieten. So könnte die Expertise für Diagnostik und Therapie aus spezialisierten Krankenhäusern bzw. hochspezialisierten Kliniken zeitnah, kostengünstig und effektiv für Einrichtungen in strukturschwachen Gegenden zu Verfügung gestellt werden und damit die Versorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten im ländlichen Raum deutlich verbessern.

Ziele und Vorgehen

Das TATheN-Vorhaben möchte therapeutisch etablierte Assessmentverfahren, also Verfahren zur Überprüfung der Schwere des Schlaganfalls, bei Schlaganfallpatientinnen und -patienten im telemedizinischen Kontext überprüfen. Dies soll durch eine fachlich fundierte, videobasierte Unterstützung in Echtzeit von Therapeutinnen und Therapeuten in den Therapieberufen Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie zunächst im ländlichen Brandenburg ermöglicht werden. Dafür soll gemeinsam mit Therapeutinnen und Therapeuten aus fünf Brandenburger Partnerkliniken die förderlichen sowie hinderlichen Faktoren dieser digitalen Innovation identifiziert und die technische, strukturelle und zeitliche Machbarkeit erforscht werden.

Perspektiven für die Praxis

Die Durchführung von therapeutisch etablierten Assessmentverfahren im telemedizinischen Kontext soll ein wichtiger Schritt für eine deutschlandweite schnelle therapeutische Versorgung von Schlaganfallspatientinnen und -patienten durch spezialisiertes Fachpersonal darstellen. Zudem könnte dadurch auch eine zeitnahe therapeutische Versorgung durch Therapeutinnen und Therapeuten unmittelbar nach dem Schlaganfall in ganz Deutschland sichergestellt werden.

Weitere Informationen

Stand: 21. Juni 2022

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