Übertragbarkeit von Strukturen, Konzepten und Qualitätsmerkmalen des HaLT-Programms auf die Cannabis-Prävention in der Kommune (Can-K)

Ressortforschung im Handlungsfeld „Gesundheitsförderung und Prävention“

Schülergruppen

Projektleitung

Villa Schöpflin Gemeinnützige GmbH-Zentrum für Suchtprävention
Lena Wehrle
Franz-Ehret-Str. 7
79541 Lörrach

Projektlaufzeit

01.04.2026 bis 31.03.2029

Projektbeteiligte

  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf - Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters
  • MSH Medical School Hamburg GmbH
    MSH Research, Development & Innovation gGmbH (RDI)

Motivation

Die Cannabisprävention hat durch die Teillegalisierung in Deutschland im Jahr 2024 an Bedeutung gewonnen und ist im Konsumcannabisgesetz (KCanG) fest verankert. Hieraus ergeben sich neue Herausforderungen für die Suchtprävention, insbesondere auch für den Kinder- und Jugendschutz. Bisher fehlt jedoch ein systematischer kommunaler Präventionsansatz mit regional abgestimmten Strukturen, Abläufen und Maßnahmen, insbesondere für die besonders schützenswerten Zielgruppen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Ziele und Vorgehen

Hauptziel des Modellvorhabens Can-K ist die Weiterentwicklung, Erprobung und Evaluation von Konzepten und Strukturen des Alkoholpräventionsprogramms HaLT („Hart am LimiT“) für die Cannabisprävention bei jungen Menschen (Zielgruppe 13- bis 21-Jährige). Das Modellvorhaben orientiert sich an den Strukturen und Maßnahmen des bundesweit etablierten Alkoholpräventionsprogramms HaLT und besteht aus zwei Bausteinen: einem Baustein zur Frühintervention mit cannabiskonsumierenden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen inklusive Früherkennung junger Menschen mit besonderen psychosozialen Belastungen sowie einem Baustein zur Kommunalen Cannabisprävention. Etablierte Präventionsfachstellen, die das HaLT-Programm umsetzen, wirken bei der Entwicklung und Erprobung der Maßnahmen als Modell-Standorte mit.

Perspektiven für die Praxis

Mit dem geplanten Vorhaben wird ein für die Alkoholprävention bewährtes und wirksames Konzept bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf die Cannabisprävention übertragen. Die Zielgruppen sind dabei identisch. Auf diese Weise können die 153 bundesweit existierenden Standorte des HaLT-Netzwerkes durch ein evidenzbasiertes Konzept zur kommunalen Cannabisprävention befähigt werden, ihre Präventionsbemühungen zeitnah auch auf den Gebrauch von Cannabis auszuweiten. Bundesweit soll hiermit mittelfristig wirkungsvoll die Cannabisprävention gestärkt werden.

Weitere Informationen

Stand: 20. März 2026

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