Optimierung und Evaluation von CIRS-Standards zur Förderung der Interoperabilität von Meldungen aus verschiedenen Meldekreisen (OptiCIRS)

Ressortforschung im Handlungsfeld „Gesundheitskompetenz und Patientenorientierung“

Eine Ärztin telefoniert

Projektleitung

Techniker Krankenkasse
Hardy Müller
Bramfelder Straße 140
22305 Hamburg

Projektlaufzeit

01.01.2023 bis 31.12.2023

Projektbeteiligte

  • Deutsche Gesellschaft für Patientensicherheit (DGPS) gGmbH

Motivation

In Krankenhäusern sind unterschiedliche Akteure aus Medizin und Pflege an der Behandlung von Patientinnen und Patienten beteiligt. Eine gute Behandlungsqualität setzt voraus, dass die Arbeitsabläufe der behandelnden Personen wirkungsvoll organisiert und koordiniert sind. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist, mögliche Schwachstellen im komplexen Behandlungssystem frühzeitig zu entdecken. Critical Incident Reporting Systeme (CIRS) wurden als freiwillige Berichtssysteme entwickelt, um kritische Ereignisse oder Beinaheschäden systematisch zu dokumentieren, sodass diese zur Verbesserung der Patientensicherheit ausgewertet werden können.

Ziele und Vorgehen

Hauptzielsetzung des Projektes OptiCIRS ist es, ein CIRS vorrangig für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Long COVID-Erkrankung zu testen. Im Zuge dessen werden zwei Innovationen eingeführt: Neben den behandelnden Personen sollen insbesondere auch Patientinnen und Patienten oder deren Angehörige die Möglichkeit bekommen, Ereignisse zu melden. Neben den in CIRS bislang üblichen schriftlichen Meldewegen soll auch die Möglichkeit zur telefonischen Meldung untersucht werden. Dazu soll im Projekt zunächst eine Meldeplattform für Profis und Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige bereitgestellt werden. Aus eingehenden CIRS-Meldungen sollen Empfehlungen für die tägliche Praxis bzw. für die Vermeidung von unerwünschten Ereignissen abgeleitet werden.

Perspektiven für die Praxis

Die Gewährleistung einer sektorenübergreifenden Patientensicherheit ist ein essentieller Aspekt bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten. Gerade bei Patientinnen und Patienten, die unter Long COVID-Symptomen leiden und von verschieden medizinischen Fachrichtungen mit zum Teil neuen therapeutischen Ansätzen betreut werden, ist die Möglichkeit von CIRS-Meldungen ein wichtiges Instrument, um die Behandlungssicherheit zu gewährleisten. Die verbesserte Detektion von Mängeln in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Long COVID stellt eine wertvolle Grundlage für die Entwicklung von Präventionsstrategien dar. Langfristig können diese Informationen zu einer Reduktion unerwünschter Ereignisse führen.

Weitere Informationen

Stand: 3. Juni 2026

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