Implementierung der Einbeziehung von Patientinnen und Patienten zur strategischen Förderung von Patientensicherheit: Eine Evaluation zur Machbarkeit am Beispiel von Patientenbeiräten klinischer Einrichtungen in Deutschland (PEPS-III)

Ressortforschung im Handlungsfeld „Gesundheitsförderung und Prävention“

Hände ziehen gemeinsam an einem Seil

Projektleitung

Universitätsklinikum Bonn
Professor Matthias Weigl
Venusberg-Campus 1
53127 Bonn

Projektlaufzeit

01.05.2024 bis 31.05.2025

Motivation

Die aktive Einbeziehung von Patientinnen und Patienten ist ein zentraler Faktor für die Förderung von Patientensicherheit. International haben sich auf der Ebene der Versorgungseinrichtungen Patientenbeiräte als vielversprechendes Modell etabliert, um Patientensicherheit im klinischen Bereich nachhaltig zu fördern. Dabei handelt es sich um Gremien aus v. a. Patientenvertreterinnen und Patientenvertretern, die im regelmäßigen Austausch mit der jeweiligen klinischen Einrichtung stehen. Auch in Deutschland gibt es bereits einige Patientenbeiräte. Um langfristig einen zielführenden Beteiligungsprozess zu ermöglichen, ist u. a. die Schaffung von Sachwissen und Kommunikationskompetenzen zum Thema Patientensicherheit bei allen Beteiligten erforderlich.

Ziele und Vorgehen

Im Projekt PEPS-III soll ein Programm entwickelt und umgesetzt werden, dass die Dialog- und Patientensicherheitskompetenz von Akteurinnen und Akteuren aus Patientenbeiräten stärken sowie den Austausch zwischen Patientenbeiräten und Vertreterinnen und Vertretern der jeweiligen Gesundheitseinrichtungen fördern soll. Das Programm soll in einem partizipativen Prozess, also gemeinsam mit beteiligten Patientenbeiräten, ausgestaltet werden. Die geplanten Schulungen bzw. Workshops des Programms sollen mit Befragungen der teilnehmenden Patientenbeiräte vor, während und nach der Durchführungsphase wissenschaftlich begleitet werden. Das Projekt soll Aussagen zur Machbarkeit und den Einflussfaktoren des Programms für die Arbeit von Patientenbeiräten treffen. Zudem soll eine erste Bewertung der Auswirkungen auf die Dialog- und Patientensicherheitskompetenz der Patientenbeiräte sowie auf die Dialogförderung zwischen Patientenbeiräten und klinischen Einrichtungen unter Alltagsbedingungen erfolgen.

Perspektiven für die Praxis

Die aktive Einbeziehung von Patientinnen und Patienten als Partnerinnen und Partner für eine sichere Versorgung sowie die Förderung der Patientensicherheitskompetenz sind Bestandteil des Nationalen Gesundheitsziels „Patientensicherheit“. Die Maßnahmen des Projekts PEPS-III zur Wissens- und Dialogförderung können die Arbeit von Patientenbeiräten, deren Zusammenarbeit mit den Kliniken und damit die Patientensicherheit auf der institutionellen Ebene strategisch und wirkungsvoll stärken. Die flexible Gestaltung des geplanten Programms ermöglicht die Übertragung der erzielten Erkenntnisse in weitere Versorgungsformen.

Weitere Informationen

Stand: 1. Mai 2024

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