Netzwerktreffen der Nationalen Referenzzentren / Konsiliarlabore und des RKI 2026

Ressortforschung im Handlungsfeld „Übertragbare Erkrankungen“

Vielfältige Berufsgruppen bei Networking-Veranstaltung. In einem modernen Konferenzsaal nutzen die Teilnehmer Laptops und Notizblöcke.

Projektleitung

Robert Koch-Institut
Dr. Janna Seifried
Nordufer 20
13353 Berlin

Projektlaufzeit

01.06.2026 bis 30.06.2027

Motivation

Infektionskrankheiten können erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland sowie auf das Gesundheitssystem haben. Besonders schwerwiegende Konsequenzen können das Auftreten neuer oder veränderter Infektionserreger nach sich ziehen. Eine kontinuierliche Überwachung des Infektionsgeschehens und relevanter Infektionserreger ist daher unerlässlich.

Den Nationalen Referenzzentren (NRZ) und Konsiliarlaboren (KL) kommt in diesem Prozess eine Schlüsselrolle zu. Sie gewährleisten, dass diagnostische Methoden kontinuierlich weiterentwickelt und überprüft und somit stets auf dem neuesten Stand der Wissenschaft gehalten werden. Auf diese Weise kann das Infektionsgeschehen möglichst zeitnah zuverlässig identifiziert werden und eine Information an das Robert Koch-Institut (RKI) erfolgen. Dies ermöglicht es, frühzeitig Maßnahmen zur Eindämmung einzuleiten und weitergehende Untersuchungen durchzuführen.

Ziele und Vorgehen

Das NRZ/KL-RKI Netzwerktreffen im Dezember 2026 zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den NRZ, den KL und dem RKI zu stärken. Hierzu sind gemeinsame und erregerspezifische Diskussionsgruppen geplant, um aktuelle Diagnostik-, Überwachungs- und Forschungsthemen zu diskutieren. Auf diese Weise sollen Synergien geschaffen und Lösungen für Finanzierungs- und Nachhaltigkeitsfragen mit politischen Akteuren erarbeitet werden. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen Vorträge halten und Poster präsentieren. Das Netzwerktreffen wird anschließend evaluiert.

Perspektiven für die Praxis

Im Rahmen des geplanten Kongresses wird es einen engen kontinuierlichen Austausch und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den NZR/KL und dem RKI geben. Auf Grundlage dieser Zusammenarbeit kann Krisensituationen vorgebeugt sowie neuartige oder erneut auftretende Infektionskrankheiten effektiv bekämpft werden. Durch die wissenschaftliche Zusammenarbeit, die Weiterentwicklung diagnostischer Verfahren sowie effiziente Kommunikationswege zwischen Labor und Epidemiologie wird eine strategische Vorbereitung auf zukünftige Krisensituationen ermöglicht.

Weitere Informationen

Stand: 29. Mai 2026

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