Chronische lymphatische Leukämie: Verbesserung des Gesamtüberlebens und der Lebensqualität (CLL-OUTCOME)
Handlungsfeld: „Gesundheitsversorgung“ Forschungsschwerpunkt: „EP PerMed“
Projektleitung
Universitätsklinikum Köln
Prof. Dr. Barbara Eichhorst
Albertus-Magnus-Platz 1
50931 Köln
Das Projekt ist Teil des Förderschwerpunkts „Europäische Partnerschaft für Personalisierte Medizin (EP PerMed)“.
Projektlaufzeit
01.09.2025 - 31.05.2028
Projektbeteiligte(r)
- Oslo Universitetssykehus HF (NO, Verbundkoordinator)
- Helsingin yliopiston (Helsinki, FI)
- Rigshospitalet (Kopenhagen, DK)
- Universität Zürich (CH)
- Erasmus Universiteit Rotterdam (NL)
- Blodkreftforeningen (NO, Patientenorganisation)
Motivation
Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist die häufigste Form von Blutkrebs. Es gibt zwar Arzneimittel, um CLL zu behandeln, diese wirken aber nicht bei jeder Patientin oder jedem Patienten. Außerdem können schwere, unerwünschte Wirkungen auftreten („Nebenwirkungen“). Daher wären Methoden wünschenswert, mit denen sich die Wirksamkeit unterschiedlicher Behandlungsmöglichkeiten vorhersehen ließen.
Ziele und Vorgehen
Im Vorgängervorhaben CLL-CLUE haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein Computersystem entwickelt, um die Wirksamkeit der Wirkstoffe Ibrutinib und Venetoclax bei einzelnen Patientinnen und Patienten vorherzusagen („Prognosemodell“). Im Rahmen des internationalen Verbundvorhabens CLL-OUTCOME haben sich sieben Organisation aus sechs europäischen Ländern zusammengeschlossen, um genauer zu untersuchen ob dieses Prognosemodell wirklich hilft, die Überlebenszeit und die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Patientinnen und Patienten zu erhöhen. Dafür werden zuvor erhobene Daten vertieft analysiert. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen wiederum dazu genutzt werden, das Prognosemodell zu verbessern. Parallel werden die Labormethoden zur Bestimmung relevanter Biomarker verbessert. Diese Aktivitäten legen die Grundlage für zukünftige Forschung zur Überprüfung der neuen Vorhersagemethode bei der Behandlung von CLL.
Perspektiven für die Praxis
Durch die bessere Vorhersagbarkeit des Erfolgs unterschiedlicher Behandlungsansätze bei CLL können „Fehlversuche“ reduziert werden. Dies führt dazu, dass Patientinnen und Patienten schneller geholfen werden kann und sie nicht unter unerwünschten Wirkungen von Behandlungen leiden müssen, die bei ihnen persönlich wenig erfolgversprechend sind. Zudem können Kosten reduziert werden, wenn jede Patientin und jeder Patient zuerst mit den individuell erfolgversprechendsten Medikamenten behandelt wird.