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Evaluation eines partizipativen Anti-Stigma-Seminars für Auszubildende in Pflegeberufen (Anti-Stigma Pflege)
Handlungsfeld: „Gesundheitsförderung und Prävention“ Forschungsschwerpunkt: „Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen“
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Evaluation eines partizipativen Anti-Stigma-Seminars für Auszubildende in Pflegeberufen (Anti-Stigma Pflege)
Projektleitung
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) - Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Frau Dr. Candelaria Mahlke
Martinistr. 52
20251 Hamburg
Projektlaufzeit
01.07.2023 - 01.01.2026
Motivation
Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen sind in verschiedenen Lebensbereichen Vorurteilen, Stigmatisierung und Diskriminierung ausgesetzt. Dies wirkt sich in vielfältiger Art und Weise negativ auf die Betroffenen aus (u. a. Verstärkung von Symptomen, verringerte Lebensqualität, erhöhte Suizidalität und geringere Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen). Auch im Gesundheitswesen findet häufig eine strukturelle Diskriminierung Betroffener statt. Häufig fühlen sie sich von Gesundheitsfachkräften nicht ernst genommen, z. B. wenn körperliche Beschwerden ohne weitere Untersuchung mit der psychischen Diagnose erklärt werden. So besteht zudem die Gefahr einer schlechteren Gesundheitsversorgung im Vergleich zu Nichtbetroffenen. Um dieser Problematik entgegenzuwirken ist es wichtig, stigmatisierende Einstellungen von Beschäftigten im Gesundheitswesen zu reduzieren. Pflegende stellen dabei eine besonders wichtige Zielgruppe dar, weil ihre Einstellungen erwiesenermaßen einen unmittelbaren Einfluss auf die Versorgungsqualität von Menschen mit psychiatrischen Diagnosen haben können.
Ziele und Vorgehen
Im Projekt Anti-Stigma Pflege sollen zukünftige Mitarbeitende aus dem Bereich Pflege für die Themen psychische Gesundheit und psychische Krisen sensibilisiert werden. Hierzu soll ein bereits erprobtes, kontaktbasiertes Konzept („Begegnungsseminar“) zur Schulung von Medizinstudierenden partizipativ auf Auszubildende in der Pflege angepasst werden. Das Seminar verfolgt dabei einen trialogischen Ansatz, d. h. es findet ein Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen, Angehörigen und Mitarbeitenden statt. Das entwickelte Anti-Stigma-Seminar soll anschließend angewendet, optimiert und auf seine Wirksamkeit hinsichtlich der Reduktion stigmatisierender Einstellungen bei den teilnehmenden Pflege-Auszubildenden überprüft werden. Hierzu werden innerhalb des Projekts auch spezialisierte Methoden erarbeitet, um die Wirksamkeitsüberprüfung passgenau zu ermöglichen.
Perspektiven für die Praxis
Das im Projekt entwickelte Anti-Stigma-Seminar soll nach erfolgreicher Wirksamkeitsüberprüfung dauerhaft in den Ausbildungslehrplan der UKE-Akademie für Bildung und Karriere eingebettet werden. Perspektivisch soll das Seminar auch an anderen deutschen Standorten angeboten werden. Hierzu wird im Rahmen des Projekts zum einen eine konzeptionelle Anleitung („Manual“) für das Seminar erstellt und veröffentlicht. Zum anderen soll mit Hilfe des Kooperationspartners „Irre menschlich e.V. Hamburg“ ein Training für Moderierende des Seminars entwickelt werden. Durch die zusätzliche Erarbeitung von Implementationsempfehlungen wird insgesamt eine nachhaltige, deutschlandweite Nutzung des „Anti-Stigma Pflege“-Seminars angestrebt.
Weitere Informationen
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Handlungsfeld „Gesundheitsförderung“
Die Gesundheit der Menschen zu fördern und Erkrankungen mit gezielter Prävention vorzubeugen, ist von herausgehobener Bedeutung. Hier erfahren Sie mehr zum gesundheitspolitischen Handlungsfeld „Gesundheitsförderung“.
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Überblick aller Handlungsfelder der Ressortforschung
Das BMG richtet seine Ressortforschung an übergeordneten gesundheitspolitischen Handlungsfeldern aus. Hier gelangen Sie zur Übersichtsseite der Forschungsthemen.
Stand: 15. Mai 2023