Datenbank der Ressortforschung
Krebs-Forschungsdatenzentrum - KI-gestützte Evidenzgenerierung aus versorgungsnahen Daten klinischer Krebsregister, GKV-Routinedaten, Klinikdaten und deren Linkage (onkoFDZ)
Handlungsfeld: „Digitalisierung“ Forschungsschwerpunkt: „Krebsregisterdaten zusammenführen“
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Krebs-Forschungsdatenzentrum - KI-gestützte Evidenzgenerierung (onkoFDZ)
Projektleitung
Technische Universität Dresden
Herr Prof. Dr. Jochen Schmitt
Helmholtzstr. 10
1069 Dresden
Projektlaufzeit
01.09.2022 - 01.03.2026
Projektbeteiligte(r)
- Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) e.V.
- Tumorzentrum Regensburg e.V.
- Südwestsächsisches Tumorzentrum Zwickau e.V.
- Hessisches Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG)
- Regionales Klinisches Krebsregister Dresden
- Universitätsklinikum Leipzig - Klinisches Krebsregister Leipzig
- Klinikum Chemnitz gemeinnützige GmbH - Klinisches Krebsregister Chemnitz
- Klinisches Krebsregister für Brandenburg und Berlin gGmbH (KKR BB-B)
- Medizinische Klinik 2, Klinikum der Goethe Universität, Fachbereich Medizin
- Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) - Abt. Verbundinformationssysteme (E260)
- Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
- Arbeitsgemeinschaft der DKG - zertifizierten Deutschen Darmkrebszentren e.V.
- OnkoZert GmbH
- Universitätsklinikum Freiburg
Motivation
Es gibt medizinische Fragestellungen, die nicht oder nur schwer mit Hilfe standardisierter klinischer Studien beantwortet werden können. Aufgrund unzureichender Studienlage können klinische Leitlinien, die Ärztinnen und Ärzten als Entscheidungshilfe für eine Therapie dienen, teilweise gar keine oder zumindest keine wissenschaftlich abgesicherten Empfehlungen geben. Dies gilt insbesondere für die Etablierung neuer operativer Verfahren.
Die Datenerhebungen durch klinische Krebsregister (KKR), zertifizierte Zentren der Deutschen Krebsgesellschaft, onkologische Spitzenzentren und die gesetzlichen Krankenkassen bieten dagegen die Möglichkeit, hochwertige Erkenntnisse für therapierelevante Fragestellungen zu gewinnen. Hierfür sollen im Rahmen des Verbundes onkoFDZ die Daten aus den genannten Quellen miteinander verknüpft und mit Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) ausgewertet werden. Als Anwendungsbeispiel dient der Darmkrebs, der in Deutschland mit jährlich ca. 59.000 Neuerkrankungen auftritt.
Ziele und Vorgehen
Das Projekt onkoFDZ verfolgt am Beispiel des Darmkrebses (kolorektales Karzinom) das Ziel, Daten aus sieben KKR mit weiteren versorgungsnahen medizinischen Daten, wie etwa Begleiterkrankungen, Therapien oder Verknüpfungen zu Studiendaten zusammenzuführen. Anschließend sollen KI-Verfahren wie das maschinelle Lernen genutzt werden, um den Einsatz und die Wirksamkeit von verschiedenen Behandlungen zu erfassen und Ergebnisse der durchgeführten Analysen für Leitliniengruppen, Behandler und die Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Vorrangig sollen solche Fragestellungen beantwortet werden, für die die klinische Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ derzeit keine oder keine ergebnisbasierten Empfehlungen geben kann.
Perspektiven für die Praxis
Die Ergebnisse des Projekts onkoFDZ können dazu beitragen, dass die in dem Projekt geplanten Verfahren zur Datenharmonisierung, -integration und KI-gestützten Analyse für eine breite Anwendung zur Verfügung gestellt werden und so als Blaupause für eine Forschungsinfrastruktur der deutschen Krebsforschung dienen können. Die Ergebnisse der Analysen sollen zudem der Leitlinienkommission zur Verfügung gestellt werden, so dass eine Anpassung der klinischen Leitlinien anhand der Ergebnisse erfolgen kann. Wissenschaftlich besser abgesicherte Empfehlungen in Leitlinien sind eine wesentliche Voraussetzung für eine zukünftig noch bessere medizinische Versorgung von an Krebs erkrankten Patientinnen und Patienten.
Ergebnisse
Im Rahmen des Projekts wurde ein Konzept zur Zusammenführung der Daten aus unterschiedlichen Quellen, für einen erfolgreichen Datentransfer und die Harmonisierung der Daten entwickelt. Um dies mit praktischen Erfahrungen verknüpfen zu können, wurden klinische Expertinnen und Experten konsultiert und die Ergebnisse dokumentiert. Grundlage aller Arbeiten ist die Abstimmung des Datenschutzkonzepts. Sofern die Datenlieferung erfolgt, wird eine Pseudonymisierung durchgeführt, sodass keine Rückschlüsse auf Patientinnen und Patienten möglich sind. Im Anschluss ist die Harmonisierung der Daten und deren statistische Analyse unter Nutzung von KI-Methoden geplant.
Verwertung
Die Ergebnisse des Projekts onkoFDZ können dazu beitragen, die Evidenzgenerierung in der Onkologie durch Linkage versorgungsnaher Daten zu verbessern. Die in dem Projekt geplanten Verfahren zur Datenharmonisierung, -integration und KI-gestützten Analyse sollen für eine breite Anwendung zur Verfügung gestellt werden. Wissenschaftlich besser abgesicherte Empfehlungen in Leitlinien sind eine wesentliche Voraussetzung für eine zukünftig noch bessere medizinische Versorgung von an Krebs erkrankten Patientinnen und Patienten.
Weitere Informationen
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Handlungsfeld „Digitalisierung“
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens und ihre Auswirkungen u. a. auf die Patientinnen- und Patientenversorgung bietet große Chancen. Hier erfahren Sie mehr zum gesundheitspolitischen Handlungsfeld „Digitalisierung“.
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Überblick Forschungsschwerpunkte
Das BMG fördert neben Einzelvorhaben insbesondere Forschungsaktivitäten zu übergreifenden Themen. Die Förderschwerpunkte richten sich nach den Handlungsfeldern der Ressortforschung. Hier gelangen Sie zum Überblick.
Stand: 28. März 2025