Validierung diagnostischer OMICS-Tools zur Zielidentifizierung und Rezidivüberwachung beim Glioblastom (PerCareGlio)

Handlungsfeld: „Gesundheitsversorgung“ Forschungsschwerpunkt: „EP PerMed“

Projektleitung

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Institut für Klinische Pathologie
Prof. Dr. Oliver Schilling
Fahnenbergplatz
79098 Freiburg im Breisgau

Das Projekt ist Teil des Förderschwerpunkts „Europäische Partnerschaft für Personalisierte Medizin (EP PerMed)“.

Projektlaufzeit

01.09.2025 - 31.08.2028

Projektbeteiligte(r)

  • Philipps-Universität Marburg (DE, Verbundkoordinator)
  • Hôspital européen Georges-Pompidou (Paris, FR)
  • Institut de Recerca Sant Pau (Barcelona, ES)
  • Universitatea de Medicină şi Farmacie „Carol Davila” (Bukarest, RO)
  • Universidade de Coimbra (PT)

Motivation

Glioblastome gehören zu den aggressivsten Formen von Hirntumoren. Trotz deutlicher Fortschritte in der Therapie versterben immer noch mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten innerhalb von 1,5 Jahren nachdem die Krankheit bei ihnen festgestellt wurde. Fortschritte bei der Therapie dieser Krebsart sind daher in höchstem Maße erstrebenswert.

Ziele und Vorgehen

Bei vorhergehenden Untersuchungen wurde festgestellt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Erfolg der aktuellen Standardtherapie (zunächst operative Entfernung des Tumors, anschließend Kombinationstherapie aus radioaktiver Bestrahlung und dem Arzneistoff Temozolomid) und bestimmten Kombinationen von Eiweißstoffen im Gehirn („Proteom“) gibt. Dabei konnten Glioblastom-Patientinnen und -Patienten anhand ihres Proteoms in vier Typen („Cluster“) eingeteilt („stratifiziert“) werden, die Vorhersagen auf den Krankheitsverlauf zuließen.

Im internationalen Verbundvorhaben PerCareGlio haben sich sechs Organisationen aus fünf europäischen Ländern zusammengeschlossen, um diese Erkenntnisse weiter zu untersuchen und daraus Möglichkeiten zur Verbesserung der Therapie abzuleiten. Insbesondere wird erforscht, ob Patientinnen und Patienten der unterschiedlichen Proteom-Cluster besser oder schlechter von unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten profitieren könnten. Hierdurch sollen Patientinnen und Patienten in Zukunft die für sie jeweils optimalen Therapien erhalten. Zudem werden Methoden entwickelt, mit denen das erneute Auftreten von Glioblastomen bei erfolgreich therapierten Patientinnen und Patienten überwacht werden kann, ohne dass regelmäßig aufwändige, bildgebende Verfahren angewandt werden müssen.

Perspektiven für die Praxis

Die Ergebnisse des Vorhabens PerCareGlio dienen dazu, die Behandlung von Glioblastom-Patientinnen und -Patienten zu optimieren und aufgrund individueller Faktoren nicht erfolgsversprechende Therapien zu vermeiden. Zudem können durch den Ersatz von bildgebenden Verfahren durch labormedizinische Methoden Aufwand und Kosten von Folgeuntersuchungen erfolgreich therapierter Patientinnen und Patienten reduziert werden.

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