Bundesgesundheitsministerin Nina Warken bei der Weltgesundheitsversammlung in Genf

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken nahm am 17. und 18. Mai in Genf an der 79. Weltgesundheitsversammlung (WHA) teil. Die WHA ist das höchste Entscheidungsgremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO), an dem fast 200 Mitgliedsstaaten teilnehmen.

18. Mai 2026
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und Tedros Adhanom Ghebreyesus, Vorsitzender der WHO, in Genf bei der Weltgesundheitsversammlung am 17.05.2026
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und Tedros Adhanom Ghebreyesus, Vorsitzender der WHO, in Genf bei der Weltgesundheitsversammlung am 17.05.2026

Zentrales Thema der Versammlung bleibt die Reformnotwendigkeit für eine handlungsfähige WHO, insbesondere im Kontext des Rückzugs der USA. Um die Handlungsfähigkeit der WHO aufrecht zu halten, stellt Deutschland insbesondere für die Bekämpfung von grenzüberschreitenden Krankheitsausbrüchen weitere 25 Millionen Euro in diesem Jahr zur Verfügung. 

Am Rande der WHA in Genf wurden zahlreiche bilaterale Gespräche mit internationalen Partnern geführt.

Deutschland steht ein für eine starke WHO, die handlungsfähig bleibt und sich auf ihre Kernkompetenzen fokussiert. Dafür unterstützen wir sie politisch, finanziell und personell. Gerade die aktuellen Ereignisse wie der Ausbruch des Hantavirus und der gegenwärtige Ebola-Ausbruch in Zentralafrika machen sehr deutlich, dass kein Land grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren alleine überwachen und deren Prävention und Abwehr im Alleingang stemmen kann. Die Handlungsfähigkeit der WHO liegt deshalb nicht zuletzt im ureigenen Interesse Deutschlands, denn nationale Gesundheitssicherheit hängt ganz entscheidend von multilateraler Kooperation ab. Wir unterstützen die notwendige Reform der WHO, damit deren Kernkompetenz aufrechterhalten werden kann.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken

Hintergrund

Die globale Gesundheitsarchitektur befindet sich in einem umfassenden Wandel. Multilaterale Ansätze werden grundsätzlich in Zweifel gezogen. Durch den erklärten Austritt der USA mussten kurzfristig über 2.000 Stellen und damit rund 25 Prozent des Gesamtpersonals in der WHO abgebaut werden. Diese Entwicklung macht eine umfassende Reform der WHO notwendig, die Deutschland als inzwischen größter Geldgeber aktiv unterstützt und mitgestaltet. Damit ist und bleibt Deutschland ein verlässlicher und engagierter Partner und bekennt sich ausdrücklich zu einer starken, handlungsfähigen und wissenschaftsbasierten WHO als zentrale Institution der globalen Gesundheitsarchitektur. Dennoch bedarf es einer klaren Arbeitsteilung und abgrenzbaren Verantwortlichkeiten der verschiedenen Akteure in diesem Bereich. Die Wahrung der Gesundheitssicherheit und die Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen sind inhaltliche Schwerpunkte der Bundesregierung. Deshalb setzt sich Deutschland dafür ein, dass sich die WHO auf drei Kernmandate fokussiert:

  • Festlegung globaler Normen und Standards,
  • Gewährleistung der globalen Gesundheitssicherheit,
  • Zusammenführen zu globalen Gesundheitsfragen.

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