Bundesgesundheitsministerin Nina Warken beim „One Health Summit“ in Lyon

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken nimmt anlässlich des heutigen Weltgesundheitstags am 7. April 2026 auf Einladung der französischen Regierung am „One Health Summit“ in Lyon teil.

7. April 2026
[Gruppenbild] One Health Summit 2026 in Lyon

Rund 1.000 Akteure aus Politik, Wissenschaft, Organisationen, der Zivilgesellschaft und Unternehmen sind zum internationalen und interdisziplinären Austausch zusammengekommen. Begleitet wird sie durch den Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Georg Kippels.

Auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron nimmt Ministerin Warken am Rande des Summits in Vertretung von Bundeskanzler Friedrich Merz an einem High-Level-Meeting zur Reform der globalen Gesundheitsarchitektur teil. Die Bundesregierung unterstützt die Reformanstrengungen, um das globale Gesundheitssystem effizienter und zukunftsfähig zu gestalten.

Die Bundesregierung unterstützt ausdrücklich die Initiative der französischen Regierung, während ihrer G7-Präsidentschaft das Thema „One Health“ auf höchster Ebene voranzubringen. Komplexe Gesundheitsgefahren entwickeln sich am Schnittpunkt von Mensch, Tier sowie Umwelt und werden für unsere Gesundheit zu einer immer komplexeren Herausforderung. Alle Anstrengungen der Vorbeugung können nur in einem multilateralen Ansatz erfolgreich sein. Deutschland wird für eine bessere Koordination, Kommunikation und Wissensvermittlung zusammen mit seinen Partnern die notwendigen Reformen voranbringen.

Die globale Gesundheitsarchitektur muss leistungsfähiger werden. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt: Um Pandemien wirksamer vorzubeugen, brauchen wir handlungsfähige Institutionen, klare Verantwortlichkeiten und ein gemeinsames Vorgehen der Mitgliedstaaten. Deutschland wird diesen Prozess gemeinsam mit der WHO aktiv gestalten – für mehr Vertrauen, stärkere Zusammenarbeit und eine globale Gesundheitsarchitektur, die Menschen weltweit noch besser schützt.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken

In verschiedenen Panels wird unter Beteiligung des Bundesministeriums für Gesundheit etwa über zoonotische und vektorübertragene Krankheiten gesprochen – ein Bereich, der aufgrund verschiedener Faktoren immer mehr an Bedeutung gewinnt: 75 Prozent der neu auftretenden menschlichen Infektionskrankheiten sind tierischen Ursprungs.

Zu den weiteren Themen gehören etwa Antibiotikaresistenzen (AMR), die nicht zuletzt bei vergangenen deutschen G7- und G20-Präsidentschaften ganz oben auf der politischen Agenda standen. Deutschland unterstützt die Umsetzung der Politischen Erklärung der UN-Generalversammlung zu AMR von 2024 und die Einrichtung einer unabhängigen Sachverständigengruppe für Maßnahmen gegen AMR durch die Quadripartite-Allianz (s.u.).

Der „One Health Summit“ wird 2026 im Rahmen der G7-Präsidentschaft Frankreichs in Lyon ausgerichtet. Indonesien fungiert als Co-Gastgeber. Der Gipfel findet in enger Kooperation mit der sogenannten Quadripartite-Allianz statt, bestehend aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sowie dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP).

Weitere Informationen

  • One Health Summit

    Informationen zum One Health Summit auf der Internetseite des One Health Planet (Englisch)

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