Start des Dialogprozesses zur Erarbeitung eines Primärversorgungssystems

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken: „Am Ende werden alle Seiten von dieser Reform profitieren“

27. Januar 2026

Mit einem Auftaktgespräch hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken am heutigen 27. Januar 2026 den Fachdialog zum Primärversorgungssystem gestartet. Dazu hat sie Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden des Gesundheitswesens im Bundesgesundheitsministerium in Berlin empfangen. Der Dialogprozess dient der frühzeitigen Einbindung beteiligter Akteure in die Vorbereitungen des anstehenden Gesetzgebungsprozesses zur Einführung eines Primärversorgungsystems.

Die ambulante Gesundheitsversorgung in Deutschland steht vor großen Herausforderungen: knappe personelle und finanzielle Ressourcen, teilweise lange Wartezeiten und der demografische Wandel, der diesen Trend noch verstärken wird. CDU/CSU und SPD haben sich für eine möglichst zielgerichtete Versorgung und eine schnellere Terminvergabe im Koalitionsvertrag auf die Etablierung eines Primärversorgungssystems geeinigt.

Vom geplanten Primärversorgungssystem werden alle Seiten profitieren: mehr Navigation durch den ambulanten Bereich, eine schnellere Versorgung entsprechend der medizinischen Notwendigkeit sowie ein zielgerichteter und effizienter Einsatz von personellen und finanziellen Ressourcen. Ein wesentlicher Bestandteil wird dabei ein verlässliches digitales bzw. telefonisches Verfahren zur Ersteinschätzung sowie die Weiterentwicklung der Terminvermittlung sein. Wir stehen am Beginn einer der zentralen Strukturreformen im deutschen Gesundheitssystem in diesen Jahren, die ich gemeinsam mit den beteiligten Akteuren erarbeiten und einführen möchte. Der heutige Tag war dafür ein sehr guter Start.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken

Klicken Sie auf den Button, um den Inhalt nachzuladen.

Hinweis: Durch den Aufruf des Videos werden Sie über einen externen Link auf die Seite von Dritten weitergeleitet. Auf Art und Umfang der von diesem Anbieter übertragenen bzw. gespeicherten Daten hat das BMG keinen Einfluss.

Der Fachdialog ist ein gutes und wichtiges Signal, dass die Bundesregierung dieses bedeutende Thema nun entschlossen angeht. Wir sehen in der Primärversorgung ein zentrales Instrument, mit dem wir gemeinsam mit der Ärzteschaft die Gesundheitsversorgung zum Wohle der 75 Millionen gesetzlich Versicherten modernisieren, Effizienzreserven heben und einen bedarfsgerechten und diskriminierungsfreien Zugang zur Versorgung sicherstellen können. Dabei entsteht der eigentliche Durchbruch durch die Kopplung der drei digitalen Bausteine elektronische Ersteinschätzung, elektronische Überweisung und elektronische Terminvermittlung zu einem digitalen Versorgungspfad. Es ist höchste Zeit, das Gesundheitssystem in die digitale Gegenwart zu bringen.

Stellvertretende Vorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Stefanie Stoff-Ahnis

Ich begrüße es sehr, dass das Bundesgesundheitsministerium diesen Fachdialog durchführt. Damit es im Sinne des Koalitionsvertrages zu einer für Deutschland passenden Umsetzung eines Primärversorgungssystems kommen kann, müssen wir das bestehende System optimieren.  Hierzu gehört auch, die Patienten besser digital und auch telefonisch zu steuern. Wir verfügen mit der 116117 über ein leistungsfähiges Instrumentarium, das sich insbesondere im Sinne der digitalen Steuerung ausbauen lässt. Gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen bieten wir unsere konstruktive Unterstützung an. Eine bessere Zuordnung der Patienten ist inhaltlich zweifelsohne ein Gewinn, spart aber – und auch das muss ehrlich gesagt werden – zumindest kurzfristig kein Geld.

Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Gassen
Hinweis
Sehr geehrte Damen und Herren, Sie nutzen leider eine Browser-Version, die nicht länger vom Bundesgesundheitsministerium unterstützt wird. Um das Angebot und alle Funktionen in vollem Umpfang nutzen zu können, aktualisieren Sie bitte ihren Browser auf die letzte Version von Chrome, Firefox, Safari oder Edge. Aus Sicherheitsgründen wird der Internet Explorer nicht unterstützt.