Hantavirus

Im Mai 2026 wurde auf einem Kreuzfahrtschiff unter niederländischer Flagge ein Ausbruchsgeschehen mit Hantaviren festgestellt. Hier finden Sie aktuelle Fragen und Antworten.

Wie viele Personen sind mit dem Hantavirus infiziert? Wie viele deutsche Staatsbürger sind darunter?

Auf einem Kreuzfahrtschiff unter niederländischer Flagge, das am 1. April 2026 in Südargentinien gestartet ist, wurde ein Ausbruchsgeschehen mit Hantaviren (Andesviren, die in Südamerika vorkommen) festgestellt. Bis zum 11. Mai wurden insgesamt neun Fälle gemeldet, darunter sieben bestätigte und zwei wahrscheinliche Fälle. Drei Personen sind im Rahmen des Ausbruchs verstorben, darunter eine Person aus Deutschland.

Wie groß ist das Risiko für die Bevölkerung

Der Risikoeinschätzung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zufolge ist das Risiko für die Allgemeinbevölkerung im EU-/EWR-Raum durch das von diesem Kreuzfahrtschiffausbruch ausgehende Hantavirus sehr gering.

Wie verlief die Evakuierung vom Kreuzfahrtschiff MV Hondius und die Rückführung der Kontaktpersonen?

An Bord des Kreuzfahrtschiffes befanden sich mehrere Passagiere aus Deutschland. Sie wurden am 10. Mai 2026 über die Niederlande nach Deutschland gebracht. Die Rückführung fand unter entsprechenden Hygiene -und Schutzmaßnahmen statt und erfolgte in Koordination mit der WHO, den europäischen Partnern, dem Auswärtigen Amt, dem RKI, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und den zuständigen Landesbehörden sowie Kommunen.

Welche Maßnahmen werden für Kontaktpersonen des Kreuzfahrtschiffes getroffen?

Die Kontaktpersonen werden an ihren Wohnorten in Quarantäne genommen. Während der nächsten Wochen werden die Kontaktpersonen kontinuierlich und engmaschig auf Symptome überwacht. Über die Details entscheidet das zuständige Gesundheitsamt, je nach individueller Lage und Gegebenheiten vor Ort. Die Gesundheitsämter werden vom STAKOB, dem Ständigen Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger, unterstützt, dessen Geschäftsstelle am RKI angesiedelt ist. Das RKI stellt eine Handreichung für den öffentlichen Gesundheitsdienst zum Umgang mit den betroffenen Personen zur Verfügung.

Was passiert, wenn Krankheitsfälle in Deutschland auftreten

Falls doch eine Person erkranken sollte, stehen insbesondere die STAKOB-Zentren bereit, in denen Patienten nach besten medizinischen Standards und sicher behandelt werden können.

Informationen zum Hantavirus

Weitere Fragen und Antworten zum Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius finden Sie auf der Seite des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in deutscher Sprache

Ergänzende Informationen (Erkrankung, Vermeidung von Infektionen,...) in deutscher Sprache finden Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts.

Stand: 12. Mai 2026

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