Was sind die wichtigsten Inhalte der Digitalisierungsstrategie?

In unserer gemeinsamen Vision ermöglicht die Digitalisierung in der Gesundheits- und Pflegeversorgung ein gesünderes und längeres Leben für alle. Außerdem macht sie die medizinische und pflegerische Versorgung qualitativ besser und effizienter.

Weiterentwicklung_Digitalisierungsstrategie_2026

GEMEINSAM DIGITAL 2026: Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege

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GEMEINSAM DIGITAL: Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege

Mit der Digitalisierung sollen Bürgerinnen und Bürger dazu befähigt werden, eine aktivere Rolle im Gesundheits- und Pflegewesen einnehmen zu können, indem sie selbstbestimmt und informiert handeln und entscheiden. Alle Versicherten sowie An- und Zugehörigen sollen in die Lage versetzt werden, ihren Weg in einer digital unterstützten Gesundheits- und Pflegeversorgung aktiv mitgestalten zu können. Sie sollen für sie relevante Informationen erhalten, bewerten und verstehen sowie diese an Leistungserbringende übermitteln können.

Die Strategie verfolgt insbesondere folgende übergeordnete Ziele:

  1. Konsequente Ausrichtung auf Menschen, Patientensouveränität und Begeisterung
  2. Verbesserung der Versorgungsqualität
  3. Steigerung von Wirtschaftlichkeit und Effizienz

Um diese Ziele zu erreichen, wurden drei zentrale Handlungsfelder für die digitale Transformation im Gesundheits- und Pflegewesen identifiziert:

Digital unterstützte Versorgungsprozesse

Durch die stärkere Nutzung digitaler Möglichkeiten werden Versorgungs- und Verwaltungsprozesse im Gesundheitswesen und in der Pflege verbessert und grundsätzlich neu ausgerichtet. Ziel der Digitalisierungsstrategie ist es vor diesem Hintergrund, bedarfsorientierte, effiziente Prozesse zu etablieren, die eine optimale digitale Unterstützung gewährleisten.

Mit der fortschreitenden flächendeckenden Anbindung von Leistungserbringenden an die Telematikinfrastruktur (TI), der routinierten Nutzung des E-Rezepts und der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) wurden in den vergangenen Jahren wesentliche Beiträge geschaffen. Zukünftige Verfahren sollen es erlauben, bei noch mehr Prozessen die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, um sie konsequent an Qualität, Effizienz und den Bedarfen der Betroffenen auszurichten und im Versorgungsalltag zu verankern. Leitprinzip ist dabei die Priorisierung digitaler Abläufe bei nachgewiesener gleicher oder besserer Leistung („digital vor ambulant vor stationär“).

Maßnahmen

Generierung und Nutzung von Gesundheitsdaten

Daten sollen dazu beitragen, in der Versorgung wie auch in der gesundheitspolitischen Steuerung fundiertere bzw. informiertere Entscheidungen zu treffen. Auch die Forschung sowie Bürgerinnen und Bürger sollen von Gesundheitsdaten profitieren. Außerdem soll das deutsche Gesundheits- und Pflegewesen mit dem entstehenden Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) verknüpft werden, um eine gute Versorgung und Forschung auch über Grenzen hinweg zu ermöglichen.

Was es braucht, sind datenbasierte Mehrwerte in der Versorgung und eine verlässliche Verknüpfung und Nachnutzung qualitätsgesicherter Daten aus unterschiedlichen Quellen. Zudem bedarf es einer besseren Verständlichkeit und Einordnung von Gesundheitsdaten aus Sicht der Versicherten sowie einer verbindlichen Um- und Durchsetzung von Vorgaben der Interoperabilität – zum Beispiel durch die Festlegung und Etablierung international anerkannter Standards und Terminologien.

Maßnahmen

Nutzenorientierte Technologien und Anwendungen

Innovative digitale Technologien und Anwendungen können dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen, sie besser zu behandeln oder auch Gesundheit wiederherzustellen. Pflegebedürftigen Menschen kann ein möglichst selbständiges Leben ermöglicht werden, pflegende An- und Zugehörige sowie Pflegende werden entlastet.

Um die flächendeckende Integration digitaler Anwendungen wie ePA und E-Rezept in den Versorgungsalltag weiter voranzubringen, ist die Stabilität und Sicherheit der Telematikinfrastruktur und ihrer Anwendungen die Grundvoraussetzung. Ohne sie ist eine menschenzentrierte, qualitativ hochwertige und effiziente digitale Versorgung kaum möglich.

Wesentliche Schlüssel für die Akzeptanz digitaler Anwendungen sind, neben einer hohen Zuverlässigkeit der Anwendungen und der durch die Nutzung generierten Mehrwerte, eine hohe digitale Gesundheitskompetenz und eine zielgruppenspezifische Kommunikation bei allen Implementierungsschritten – etwa durch gezielte Schulungen von Versicherten, Angehörigen und Gesundheitspersonal.

Maßnahmen

Weitere Informationen

  • Digitalisierungsstrategie

    Das BMG hat gemeinsam mit zahlreichen Akteuren die Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege erarbeitet und weiterentwickelt. Hier gelangen Sie zum Überblick.

  • Digitalisierung im Gesundheitswesen

    Für die erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Gesundheitsversorgung ist das Vorantreiben der Digitalisierung die zentrale Voraussetzung. Hier finden Sie alle Themen des BMG zur digitalen Transformation. 

Stand: 11. Februar 2026

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