Typisierungsaktion im Bundesgesundheitsministerium

21. März 2017. Heute fand im Bundesministerium für Gesundheit eine freiwillige Typisierungsaktion statt, bei der sich Beschäftigte als potenzielle Blutstammzell- oder Knochenmarkspender registrieren lassen konnten.

Wer sich als Blutstammzellen- oder Knochenmarkspender registrieren lässt, hilft damit schwerkranken Menschen in einer ausweglosen Situation. Das ist ein Geschenk aus Liebe zum Leben und ein Zeichen gelebter Solidarität!

Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 13.000 Menschen an Leukämie, auch Kinder sind betroffen. Menschen, die an bestimmten Formen von Blutkrebs – vor allem an akuter Leukämie – erkrankt sind und bei denen eine herkömmliche Therapie keinen Erfolg zeigt, benötigen Blutstammzell- oder Knochenmarkspenden. Durch eine Transplantation gesunder Stammzellen bekommt der Patient ein neues blutbildendes System.

In Deutschland gibt es über 20 verschiedene Spenderdateien, die freiwillige Blutstammzellspender registrieren, typisieren und betreuen. Bei einer Typisierung wird möglichen Spenderinnen und Spendern nach entsprechender Aufklärung eine kleine Menge Blut abgenommen oder ein Abstrich der Mundschleimhaut vorgenommen. Anschließend werden die Gewebemerkmale im Labor bestimmt, in der jeweiligen Spenderdatei gespeichert und zusätzlich an das Zentralregister gemeldet. Beim Zentralen Knochenmarkspender-Register (ZKRD) gehen die Suchanfragen für die Patienten ein. Hier wird die Auswahl geeigneter Spender koordiniert.

Am Dienstsitz Berlin wurde die Aktion in Kooperation mit der Stefan-Morsch-Stiftung durchgeführt, in Bonn zeitgleich von der Knochenmarkspenderzentrale des Universitätsklinikums Düsseldorf. Insgesamt haben sich rund einhundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 52 in Berlin, typisieren lassen.