„Pflegekräfte leisten 365 Tage im Jahr Großartiges“

Tag der Pflegenden am 12. Mai

Die Situation in der Pflege kann nur verbessert werden, wenn Politik und Pflege gemeinsam handeln. Mehr Stellen, die Besetzung offener Stellen, eine bessere Bezahlung, und mehr Ausbildungskapazitäten – so will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den aktuellen Negativ-Trend in der Pflege stoppen.

Wir können den Pflegeberuf nur attraktiver machen, indem wir mehr Stellen schaffen und besetzen. Nur so können wir Pflegekräfte bewegen, wieder in den Beruf zurückzukehren oder von Teilzeit auf Vollzeit zu wechseln. Ich arbeite an einem Gesamtpaket, um Pflege wieder attraktiver zu machen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Dafür soll zunächst ein Sofortprogramm starten: Jede neue Pflegestelle, die Krankenhäuser einrichten und besetzen, sollen die Krankenkassen künftig komplett bezahlen. Damit wird den Kliniken die Sorge genommen, dass sie mehr Pflege zu viel kostet.

Auch in jeder der 13.000 stationären Altenpflegeinrichtungen in Deutschland soll zusätzliches Personal ankommen. Jens Spahn will im Mai einen Gesetzesentwurf vorlegen, den das Kabinett noch vor der Sommerpause beschließen könnte.

Bis zum kommenden Jahr soll außerdem ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag für die Pflegebranche gelten. Im Interview mit dem SWR erläuterte Jens Spahn die Pläne:

Mit dem Sofortprogramm wird eine klare Botschaft an die Beschäftigten in der Pflege gesendet: Die Sorgen und Nöte werden gehört und ernst genommen: „Wir haben verstanden!“, so Spahn. Ein regelmäßiger Austausch mit Pflegerinnen und Pflegern ist ihm besonders wichtig. Auf dem Facebook-Kanal des Bundesgesundheitsministeriums beantwortet der Minister regelmäßig Fragen rund um das Thema. So auch zum internationalen Tag der Pflegenden: