Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: Wir müssen den Ebolaausbruch in der Demokratischen Republik Kongo stoppen – Deutschland sagt weitere Hilfe zu

Berlin,  8. November 2018

Zur Bekämpfung des Ebolaausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo stellt Deutschland der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weitere 2,145 Mio. USD zur Verfügung. Die Gelder werden in den WHO Notfallfonds (Contingency Fund for Emergencies/CFE) gezahlt. Deutschland ist damit der weltweit größte Geber zum Notfallfonds.

Gesundheitsminister Jens Spahn: „Mit diesen zusätzlichen freiwilligen Beiträgen hat das Bundesgesundheitsminister der WHO in diesem Jahr rund 10 Mio. Euro für die Bekämpfung der beiden Ebolaausbrüche in der Demokratischen Republik Kongo zur Verfügung gestellt. Die Mittel werden den Menschen in der Region helfen die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen. Der Ausbruch muss gestoppt werden. Deutschland übernimmt Verantwortung für globale Gesundheit.“

Bundesminister Spahn kommt mit der Hilfe einer Bitte von WHO Generaldirektor Dr. Tedros um finanzielle Unterstützung bei der Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) nach. Der derzeitige Ebola-Ausbruch im Osten des Landes (Provinzen Nord Kivu und Ituri) begann vermutlich bereits im Mai 2018 und forderte bisher mehr als 190 Tote. Die Fallzahlen steigen weiter. Aufgrund der Sicherheitslage vor Ort gestalten sich Gegenmaßnahmen, wie Impfkampagnen, schwierig. Derzeit besteht eine Finanzierungslücke von rd. 12 Mio. USD für die Sicherstellung der unmittelbaren Ausbruchsbekämpfung. Die Lücke soll durch Mittel freiwilliger Geber geschlossen werden.

Der Notfallfonds (Contingeny Fund for Emergencies, CFE) der Weltgesundheitsorganisation wurde bei der 68. Weltgesundheitsversammlung im Mai 2015 beschlossen. Er ist Bestandteil der WHO Notfallreform nach dem Ebolaausbruch in Westafrika im Jahr 2014. Der Notfallfond hat sich seit 2015 in über 50 Gesundheitskrisenlagen mit Gesamtauszahlungen i.H.v. rd. 50 Mio. USD als zweckdienliches Instrument zur zügigen und flexiblen Anschubfinanzierung von Krisenreaktionen in akuten Gesundheitsnotlagen bewährt.