Dokumentationsaufwand der Patientin mit Mammakarzinom – von der Primärdiagnose bis zur Nachbeobachtung und den damit verbundenen Ressourcen

Eine zuverlässige und neutrale Abbildung wichtiger Punkte des Krankheitsverlaufs einer Karzinomerkrankung, angefangen bei der Diagnosestellung bis hin zur Behandlung und Nachsorge, wird bei Krebserkrankungen für die stetige Optimierung der Versorgung analog den Zielen des Nationalen Krebsplan als unverzichtbar erachtet. Die Tumordokumentation ist zum Einen für die Organisation des komplexen Behandlungsprozesses erforderlich, zum Anderen sind jedoch auch Kostenträger, Versorgungsforscher und die Politik auf die Tumordokumentation als Quelle zuverlässiger Informationen über die sektorübergreifende Qualität der onkologischen Versorgung angewiesen. Entsprechend den aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts ist das Mammakarzinom mit über 71.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland die häufigste Krebserkrankung der Frau, wodurch sich bei der hohen Anzahl an Betroffenen die Erfordernis ergibt, den Aufwand der Dokumentation und Qualitätssicherung der Versorgung im Rahmen einer detaillierten Erhebung und Auswertung näher zu betrachten.

Das primäre Ziel des vorliegenden Projektes ist es, Informationen bezüglich des dabei tatsächlich anfallenden Dokumentationsaufwandes zu erhalten. Bis dato wurde der Dokumentationsaufwand zwar oftmals beklagt, aber im Detail nie untersucht, beschrieben bzw. publiziert. Am Beispiel der Patientin mit einem Mammakarzinom zeigt das vorliegende Projekt auf, welcher Dokumentationsaufwand in welchen Bereichen der Versorgung auftritt und welche zeitlichen und finanziellen Ressourcen damit verbunden sind.

Insbesondere die zertifizierten Brustzentren, welche Patientinnen mit einem Mammakarzinom auf der höchsten Versorgungsstufe betreuen, benötigen hohe personelle und materielle Ressourcen zur Erfüllung der Dokumentation der verschiedenen geforderten Qualitätsparameter. Um dies genauer nachzuvollziehen, findet im Rahmen des Projekts eine gezielte Auswertung des anfallenden Dokumentationsaufwandes anhand unterschiedlich strukturierter Zentren verschiedenen Versorgungscharakters statt. Zertifizierte Behandlungsstrukturen werden zudem mit nicht-zertifizierten Strukturen verglichen.

Ein wesentlicher Aspekt, verbunden mit einem erheblichen Ressourcenbedarf, ist die häufige Mehrfachdokumentation. Es werden zahlreiche Parameter an allen Einheiten der Betreuungskette mehrfach in verschiedenen Systemen dokumentiert, um sowohl den Forderungen nach Qualitätssicherung und -optimierung nachzukommen, als auch gesetzliche und fachliche Anforderungen an zertifizierte Strukturen zu erfüllen. Durch Analyse dieser Schwachstellen des aktuellen Systems und Definition von Zielkriterien besteht Optimierungspotential zur zukünftigen Einsparung personeller Ressourcen im Bereich der Dokumentation. Möglichkeiten werden anhand der Ergebnisse aufgezeigt.

Kurzbericht Seiten: 3 Stand: Februar 2014

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Stand: 17. Februar 2014
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