EDV-gestützte kooperative Betreuung bei nierentransplantierten Patienten zur Förderung der Compliance bei immunsuppressiver Therapie unter Berücksichtigung der Komedikation

Ein großer Teil der Erfolge der modernen Medizin beruht auf der Arzneimitteltherapie. Sie hat in den letzten Jahren in vielen Indikationsbereichen neue Behandlungsmöglichkeiten erschlossen. Die Anwendung von Arzneimitteln beinhaltet jedoch auch ein relevantes Risiko. Ungenügend kontrollierte Risiken des Prozesses der Arzneimitteltherapie führen in relevantem Umfang zu vermeidbarer Morbidität und Mortalität. Dies ist für alle Länder belegt, in denen hierzu Untersuchungen vorliegen. Davon ausgehend wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem kürzlich publizierten Bericht „Research on Patient Safety“ die Notwendigkeit zu diesbezüglicher Forschung und Intervention betont. Für Deutschland bündelt der Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) die diesbezüglichen Maßnahmen.

Im Rahmen des o.g. Aktionsplans ist die Verbesserung der Patienten-Compliance einer der wesentlichen Faktoren bei der Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit. Ziel des o.g. Forschungsprojektes war es, im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie die Wirksamkeit eines interdisziplinären pharmazeutischen Betreuungsangebotes auf die Com­pliance bei nieren­transplantierten Patienten hinsichtlich der immunsuppressiven Therapie und der Komedikation zu untersuchen. Die pharmazeutische Betreuung der Patienten und Patien­tinnen sollte sowohl während des stationären Aufenthalts als auch im Rahmen der ambulanten Nachbetreuung erfolgen. Die Betreuung sollte Aspekte der Wissensvermittlung, der Wissens­vertiefung, die Förderung des Problembewusstseins und die Unterstützung des Selbstmanage­ments beinhalten. Primäre Zielgrößen der Untersuchung waren die Compliance und die Re-Hospitalisierungsrate, Nebenzielgrößen das Transplantatüberleben, die Zahl der dokumen­tierten arzneimittelbezogenen Probleme, die gesundheitsbezogene Lebensqualität und das Patientenwissen.

Kurzbericht Seiten: 3 Stand: Oktober 2012

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Stand: 01. Oktober 2012
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