Projekt zur Erfassung und Bewertung von Medikationsfehlern

Die Arzneimitteltherapiesicherheit wird wesentlich gefährdet durch Medikationsfehler. Medikationsfehler werden definiert als ein (unbeabsichtigtes) Abweichen vom optimalen Medikationsprozess, das mit einem Schadenspotenzial einhergeht. Sie gelten als vermeidbar. Die pharmako-ökonomischen Auswirkungen von Medikationsfehlern und damit einhergehenden vermeidbaren Nebenwirkungen sind erheblich: Weltweit werden die Kosten auf 42 Milliarden US-Dollar jährlich geschätzt; für Deutschland werden die jährlichen Kosten auf 87 Millionen bis über eine Milliarde Euro geschätzt (Quellen: siehe Abschlussbericht).

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft hat vom 01.01.2015 – 31.12.2017 ein Forschungsprojekt zur Erfassung und Bewertung von Medikationsfehlern durchgeführt. Ziel des Projekts war es zu untersuchen, ob die Erfassung von Medikationsfehlern im Rahmen der existierenden Strukturen des Spontanmeldesystems der AkdÄ möglich ist und ob aus der Analyse von Fallberichten Schlussfolgerungen zur Risikominimierung abgeleitet werden können.

Die Autoren der Studie kommen zu dem Ergebnis, dass die Erfassung und Bewertung von Medikationsfehlern innerhalb des existierenden Spontanmeldesystems möglich und praktikabel ist. Die etablierten Strukturen der AkdÄ konnten auf allen Ebenen genutzt werden. Für zahlreiche Fallberichte zu Medikationsfehlern kam es zu risikomindernden Maßnahmen.

Einzelheiten ergeben sich aus dem Kurz- und Abschlussbericht (PDF, nicht barrierefrei, 2 MB) (PDF-Datei), die hier zum Download zur Verfügung stehen.

Kurzbericht Seiten: 3 Stand: Dezember 2017

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(nicht barrierefrei, 149 KB)

nur als Download verfügbar

Stand: 31. Dezember 2017
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