Schutzimpfungen

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen, um sich vor einer ansteckenden Krankheit zu schützen. Moderne Impfstoffe sind gut verträglich und unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen werden nur in seltenen Fällen beobachtet. Schutzimpfungen haben nicht nur eine Wirkung auf die geimpften Personen (Individualschutz), sondern können indirekt auch nicht geimpfte Menschen vor einer Erkrankung schützen, da sie die weitere Verbreitung einer Infektionskrankheit stoppen oder verringern.

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Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit der Ständigen Impfkommission (STIKO) ein unabhängiges Expertengremium für Impfempfehlungen berufen. Die STIKO empfiehlt, welche Impfungen von hohem Wert für den Gesundheitsschutz des Einzelnen und der Allgemeinheit sind, um übertragbaren Krankheiten vorzubeugen. Gesetzlich Versicherte haben einen Anspruch auf empfohlene Schutzimpfungen. Allerdings sind Schutzimpfungen für private Auslandsreisen hiervon grundsätzlich ausgenommen.

Schutzimpfungen werden inzwischen deutlich vermehrt in Anspruch genommen. Bei den Impfungen im Kindesalter haben sich die Impfquoten in den letzten zehn Jahren kontinuierlich erhöht. Defizite bestehen beim Impfschutz von Kindern gegen Pertussis (Keuchhusten), Hepatitis B und den zweiten Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln. Einen unzureichenden Impfschutz weisen auch Jugendliche und Erwachsene auf. Insbesondere liegen die Quoten bei der Masernimpfung noch unter den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.

Animierte Infografik "Wie Impfempfehlungen zustande kommen" auf www.impfen-info.de

Übersicht aller empfohlenen Schutzimpfungen

Säuglinge, Kinder und Jugendliche

Schutzimpfungen gegen

  • Rotaviren

  • Hepatitis B

  • Diphtherie

  • Tetanus (Wundstarrkrampf)

  • Poliomyelitis (Polio, Kinderlähmung)

  • Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

  • Pertussis (Keuchhusten)

  • Masern

  • Mumps (Ziegenpeter)

  • Röteln

  • Varizellen (Windpocken)

  • Pneumokokken (Bakterien, die Gehirnhaut- und Lungenentzündungen auslösen können)

  • Meningokokken C (Bakterien, die Gehirnhautentzündungen auslösen können)

Mädchen und Jungen zwischen 9 und 17 Jahren

Schutzimpfungen gegen

  • humane Papillomviren (HPV, Auslöser von HPV-bedingten Krebsarten)

Erwachsene

  • Poliomyelitis (Polio, Kinderlähmung), Regelimpfung bei nicht grundimmunisierten Erwachsenen und Personen ohne einmalige Auffrischimpfung)

  • Masernimpfung für alle Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind und nicht bzw. in der Kindheit nur einmal gegen Masern geimpft wurden.

Auffrischungsimpfungen (alle zehn Jahre empfohlen) gegen

  • Diphtherie

  • Tetanus (Wundstarrkrampf)

  • Pertussis (Keuchhusten)
    (bei der nächsten fälligen Impfung gegen Diphtherie und Tetanus)

Erwachsene ab 60 Jahre   

Schutzimpfungen gegen

  • Influenza (Grippe)

  • Pneumokokken (Bakterien, die Lungenentzündungen auslösen können)

  • Herpes zoster (Gürtelrose)

Personen bestimmter Alters- oder Risikogruppen und deren Angehörige

Schutzimpfungen gegen

  • Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

  • Haemophilus influenza Typ b (Hib)

  • Hepatitis A und B

  • Herpes zoster (Gürtelrose)

  • Influenza (Grippe)

  • Meningokokken

  • Pneumokokken (Bakterien, die Lungenentzündungen auslösen können)

  • Röteln

  • Tollwut

  • Varizellen (Windpocken)

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