Schutzimpfungen

Schutzimpfungen sind Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung. Auf der Grundlage der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut bestimmt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Einzelheiten zu den Leistungen der Krankenkassen. Über diesen für alle Versicherten bestehenden Anspruch hinaus können die Krankenkassen weitere Impfungen für ihre Versicherten übernehmen, insbesondere Impfungen für private Auslandsreisen.

Standardimpfungen für Säuglinge, Kinder und Jugendliche

Die Standardimpfungen für Säuglinge, Kinder und Jugendliche sind von hohem Wert für den Gesundheitsschutz des einzelnen Menschen und der Allgemeinheit. Die einzelnen Impfungen sind empfohlenen Impfterminen zugeordnet.

Impfungen:

  • Diphterie

  • Tetanus

  • Poliomyelitis (Kinderlähmung)

  • Infektion mit Haemophilus influenze Typ b (Hib)

  • Pertussis (Keuchhusten)

  • Hepatitis B

  • Masern, Mumps, Röteln (MMR)

  • Varizellen (Windpocken)

  • Rota-Viren, Pneumokokken-Infektion

  • Meningokokken-C-Infektion

  • HPV (Humanes Papillom-Virus: für Mädchen und junge Frauen)

Auffrischimpfungen für Kinder und Jugendliche

  • zweimal Diphterie

  • zweimal Tetanus

  • zweimal Pertussis (Keuchhusten)

  • einmal Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Standard- bzw. Auffrischimpfungen für Erwachsene

  • Auffrischung geben Diphterie und Tetanus (alle zehn Jahre empfohlen, die nächste fällige Impfung als Kombinationsimpfung mit Pertussis)

  • Masern (ungeimpfte bzw. nur einmal geimpfte, nach 1970 geborene Personen)

Ab 60 Jahren:

  • Influenza

  • Pneumokokken-Infektion

Weitere Impfungen für ungeimpfte Erwachsene in Absprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelndem Arzt.

Indikationsimpfungen

Indikationsimpfungen werden durchgeführt, wenn bei Einzelpersonen eine erhöhte Ansteckungs- oder Erkrankungsgefahr, wenn die Gefahr von schweren Komplikationen bei einer Erkrankung besteht oder wenn Personen aus dem Umfeld vor einer Ansteckung geschützt werden sollen.

Hinweis:
Indikationsimpfungen sind keine Kassenleistung, wenn aus beruflichen Gründen eine erhöhte Infektionsgefahr besteht.

Folgende Indikationsimpfungen sind möglich:

  • FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

  • Infektion mit Haemophilus influenzae Typ b

  • Hepatitis A und B

  • Influenza

  • Masern

  • Meningokokken-Infektion

  • Pertussis (Keuchhusten)

  • Pneumokokken-Infektion

  • Poliomyelits (Kinderlähmung)

  • Röteln

  • Varizellen (Windpocken)