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Frauengesundheit

Jedes Geschlecht hat seine Besonderheiten. So gibt es frauen- und männerspezifische Erkrankungen, ein geschlechtsspezifisch gehäuftes Auftreten von Erkrankungen, Unterschiede der Wirksamkeit von Medikamenten bei Frauen und Männern sowie geschlechtsspezifische Lebensphasen wie z. B. Schwangerschaft und Wechseljahre. Es gibt aber nicht nur biologische, sondern auch soziale Unterschiede, die durch die jeweilige Rolle in Familie und Gesellschaft geprägt sind. Beide haben Einfluss auf die gesundheitliche Situation von Frauen und Männern.Im Fokus der Frauengesundheitsforschung stehen neben den biologischen Faktoren somit auch psychische und soziale Aspekte im Leben einer Frau.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) befasst sich sowohl mit Gesundheitsrisiken und Krankheiten, die ausschließlich bei Frauen auftreten, häufiger vorkommen, schwerwiegender oder anders verlaufen als bei Männern, als auch mit dem Einfluss gesellschaftlicher Faktoren auf die Gesundheit. Dabei werden die unterschiedlichen Lebensphasen und Altersstufen von Mädchen und Frauen in den Blick genommen.

Eines der sieben nationalen Gesundheitsziele stellt Brustkrebs in den Mittelpunkt, die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Im Jahr 2003 wurde das Nationale Gesundheitsziel „Brustkrebs“ verabschiedet, um die Mortalität von Brustkrebs zu vermindern und die Lebensqualität zu erhöhen. In 2017 folgte das Nationale Gesundheitsziel „Gesundheit rund um die Geburt“ unter anderem mit dem Ziel eine gesunde Schwangerschaft zu fördern.

Am 18. Juni 2015 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) verabschiedet. Der durch das Präventionsgesetz neu in die Vorschriften für die gesetzliche Krankenversicherung eingefügte § 2b Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V) lautet: "Bei den Leistungen der Krankenkassen ist geschlechtsspezifischen Besonderheiten Rechnung zu tragen. "Mit dieser neuen Vorschrift konnte das Bundesministerium für Gesundheit einen wichtigen weiteren Schritt in der geschlechtsspezifischen Gesundheitsversorgung erreichen. Seit Inkrafttreten des Präventionsgesetzes müssen die Krankenkassen den geschlechtsspezifischen Besonderheiten Rechnung tragen, die sich aus der Frauen- und der Männergesundheitsforschung ergeben. Bei allen ihren Leistungen, eben nicht nur in der Prävention und Gesundheitsförderung, sondern auch bei Diagnose und Therapie von Krankheiten haben die Krankenkassen die entsprechenden geschlechtsspezifischen Forschungsergebnisse zu berücksichtigen und in die Ausgestaltung ihrer Leistung einfließen zu lassen.

Qualitätsgesicherte Informationen rund um das Thema Frauengesundheit bietet das Frauengesundheitsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Ein Newsletter mit aktuellen Meldungen und Veranstaltungshinweisen zu Themen rund um die Frauengesundheit kann auf der Seite abonniert werden.

Die BZgA veranstaltet gemeinsam mit dem BMG regelmäßig Frauengesundheitskonferenzen, um den Austausch von Informationen und die Vernetzung der Akteure in der Frauengesundheit zu fördern. Am 19. April 2016 fand in Köln die 2. Frauengesundheitskonferenz zum Thema „Im Fokus: Psychische Gesundheit von Frauen“ statt. Das Programm der 2. Frauengesundheitskonferenz und weitere Eindrücke finden Sie in einer Fotogalerie auf dem Frauengesundheitsportal.

Die 3. Frauengesundheitskonferenz "Frauen – Arbeit – Gesundheit: Aktuelle Herausforderungen, neue Perspektiven" wird am 3. September 2018 in Hannover stattfinden. Auf der Veranstaltung diskutieren Expertinnen welche Ressourcen und Risiken das Erwerbsleben für die Gesundheit von Frauen mit sich bringt und was Frauen bei der Förderung ihrer Gesundheit unterstützen kann.

Frau Dr. Köster (BZgA Abteilungsleiterin 2 "Effektivität und Effizienz der gesundheitlichen Aufklärung"; Frau Fischbach (ehem. parlamentarische Staatssekretärin des BMG), Frau Dr.  Thaiss (Leiterin der BZgA), Frau Dr. Cobbers (Referatsleiterin 424 BMG),

Netzwerken auf der 2. Frauengesundheitskonferenz am 19. April 2016 in Köln: BZgA-Abteilungsleiterin 2 Frau Dr. Köster, die ehemalige parlamentarische Staatsekretärin des BMG Frau Fischbach,  Frau Dr. Thaiss als Leiterin der BZgA  und BMG-Referatsleiterin Frau Dr. Cobbers (v.l.)

Quelle: BZgA

Bei der Frauengesundheitskonferenz gab es eine Vorführung Aikido

Auch Sport stand bei der Frauengesundheitskonferenz auf dem Programm: Zwei Frauen zeigten ein paar Aikido Übungen.

Quelle: BZgA