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Glücksspielsucht

Pathologisches Glücksspiel ist ein schon seit vielen Jahren beschriebenes Phänomen, das aber erst in jüngerer Zeit aufgrund seiner zunehmenden epidemiologischen Verbreitung eine Entdeckung als nicht-stoffgebundene Sucht erfahren hat. Pathologisches Glücksspiel lässt sich als wiederholtes und anhaltendes Spielverhalten beschreiben, das trotz weitreichender negativer Konsequenzen wie Verarmung, gestörte soziale Beziehungen bis hin zur sozialen Isolation und Zerrüttung der persönlichen Verhältnisse aufrechterhalten wird.

Glücksspiele sind weit verbreitet. Fast jeder Zweite in der Altersgruppe der 16- bis 65-Jährigen in Deutschland  hat in den vergangenen Monaten bei mindestens einem öffentlich angebotenen Glücksspiel um Geld gespielt. Insgesamt weisen gut 500.000 Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren ein problematisches oder sogar pathologisches Glücksspielverhalten auf. Im Suchthilfesystem stellen die Geldautomatenspieler die größte Gruppe der Betroffenen dar.