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Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG)

Patientinnen und Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass in Arztpraxen und im Krankenhaus grundsätzlich eine hohe Qualität der Behandlung gewährleistet wird. Um die Versorgung künftig noch stärker qualitätsorientiert auszurichten, werden insbesondere messbare Kriterien benötigt, an denen sich die Qualität von Diagnostik und Therapie festmachen und vergleichen lässt.

Mit dem "Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der Gesetzlichen Krankenversicherung" wurde der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) deshalb beauftragt, ein Qualitätsinstitut zu errichten, das die notwendige Entwicklungsarbeit für die Qualitätssicherung leistet. Das daraufhin gegründete Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) mit Sitz in Berlin hat im Jahr 2015 seine Arbeit aufgenommen. Es soll dauerhaft fachlich unabhängig, wissenschaftlich und methodisch fundierte Entscheidungsgrundlagen für Maßnahmen der Qualitätssicherung liefern.

Das IQTIG entwickelt im Auftrag des G-BA insbesondere Verfahren und Instrumente für die Messung und Darstellung der Versorgungsqualität und beteiligt sich auch an der Durchführung von Maßnahmen zur Erhebung und Bewertung von Qualitätsergebnissen z. B. von Krankenhäusern. Es ist dabei gesetzlich verpflichtet, die für die Qualitätsmessung notwendige Dokumentation unter dem Gebot der Datensparsamkeit weiterzuentwickeln. Dadurch soll der bürokratische Aufwand z. B. für das Pflegepersonal sowie Ärztinnen und Ärzte möglichst begrenzt werden. Die Ergebnisse der Qualitätssicherung sind durch das IQTIG regelmäßig in verständlicher Form zu veröffentlichen.

Ein Schwerpunkt der Aufgaben des IQTIG ist es also, zur besseren Transparenz über die Qualität der Versorgung beizutragen. Hierzu soll es künftig u. a. Qualitätsvergleiche zu Krankenhausleistungen veröffentlichen, damit sich die Patientinnen und Patienten, etwa bei der Wahl eines Krankenhauses, über die Qualität der Leistungen und Einrichtungen leichter informieren können. Das nutzt den Patientinnen und Patienten, ist aber auch eine wichtige Hilfestellung für die Behandelnden selbst. Deren Bemühungen um gute Qualität werden sichtbar und sie erhalten Hinweise auf verbliebene Verbesserungsmöglichkeiten.