Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit
Medikamente haben neben den erwünschten Wirkungen, die für die Therapie genutzt werden, auch unerwünschte Wirkungen. Zu diesen gehört bei einigen Medikamenten, dass sie eine Medikamentenabhängigkeit hervorrufen können.
Vier bis fünf Prozent der in Deutschland verordneten Medikamente besitzen ein Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotential. Dazu zählen insbesondere die Schlaf- und Beruhigungsmittel (Benzodiazepine und Z-Drugs). Diese Mittel können bereits nach kurzer Anwendungsdauer und bei geringer Einnahmedosis eine Abhängigkeit auslösen. Eine weitere große Gruppe der Medikamente mit Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial sind Schmerzmittel. Vor allem starke Schmerzmittel (Opiate, Opioide) können auch bei bestimmungsmäßigem Gebrauch zu einer Abhängigkeit führen.
Abhängigkeit von Medikamenten oder zumindest eine problematische Einnahme von Medikamenten, sind in Deutschland weit verbreitet.Schätzungen legen nahe, dass bei rund 1,1 Millionen Menschen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren eine Medikamentenabhängigkeit vorliegt (ESA 2024). Betroffen sind vor allem ältere Personen und eher Frauen als Männer.
Weitere Informationen
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Sucht und Drogen
Artikelseite des Bundesgesundheitsministeriums
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Sucht- und Drogenbeauftragter
Internetseite des Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung