Folgestudie zur Aktualisierung der Ergebnisse des Projektes „Bestandsaufnahme und Entwicklungsmöglichkeiten niedrigschwelliger Betreuungsangebote im Rahmen der Pflegeversicherung“

Die vorliegende Folgestudie dient der Aktualisierung der Vorgängerstudie „Bestandsaufnahme und Entwicklungsmöglichkeiten niedrigschwelliger Betreuungsangebote im Rahmen der Pflegeversicherung“. Der vormalige Bereich der „niedrigschwelligen Betreuungsangebote“ wurde im Rahmen der Pflegestärkungsgesetze und der Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs umfassend fortentwickelt und bildet in der Pflegeversicherung heute den Bereich der „Angebote zur Unterstützung im Alltag“. Die Studie untersucht die zwischenzeitlich ergangenen Rechtsänderungen auf allen Normebenen, einschließlich der Empfehlungen der Selbstverwaltung der Pflegeversicherung, ordnet die Änderungen vor dem Hintergrund der früheren Weiterentwicklungsvorschläge ein und entwickelt diese fort. Mit dem Rechtsstand 31.12.2018 bildet sie dabei den Stand ab, zu dem das Landesrecht erstmals in allen Bundesländern mindestens an die Neuregelungen des Ersten Pflegestärkungsgesetzes und in zwölf Bundesländern auch die des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes angepasst worden ist.

Die Untersuchung zeigt, dass auf Bundesebene die in der Vorgängerstudie dargestellten Weiterentwicklungsperspektiven der Angebote aufgegriffen und umgesetzt wurden. Hierzu zählen besonders die Bereiche der Transparenz und Recherchierbarkeit von Detailinformationen, die Verbreiterung des Angebotsfeldes, die Schaffung weiterführender Regelungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Preisobergrenzen und die Eröffnung zusätzlicher Fördermöglichkeiten, insbesondere für die Vernetzung von Angeboten und Beteiligungsmöglichkeiten zur Stärkung der Rolle der Kommunen. Die landesrechtlichen Verordnungen behandeln in ihrer neuen Ausgestaltung insgesamt ein vielfältigeres Angebotsspektrum und wurden von einigen Ländern zudem genutzt, um neue Ideen und Konstrukte zu testen. Das betrifft besonders die Orientierung an Konzept, Ziel und Zielgruppe bei der Anerkennung von Angeboten, wodurch sich das Angebotsfeld perspektivisch verbreitern kann. Diese Entwicklung ist ebenfalls hinsichtlich Anerkennungsmöglichkeiten für neue Anbietertypen und leistungserbringende Personen zu erkennen. Deutliche Weiterentwicklungen sind ferner bei begleitenden Unterstützungs- und Transparenzstrukturen wie Fach- und Koordinierungsstellen, Datenbanken und Übersichten, Preisobergrenzen und angebotsspezifischeren Ausdifferenzierungen der geforderten Qualifikations- und Qualitätssicherungsanforderungen festzustellen.

Darüber hinaus beinhaltet die Studie erstmals eine Bestandsaufnahme und Einordnung von Struktur und Leistungsumfang von nach Landesrecht anerkannten Agenturen zur Vermittlung von Betreuungs- und Entlastungsleistungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige sowie vergleichbar nahestehende Pflegepersonen als Angebote zur Unterstützung im Alltag.

Abschlussbericht Seiten: 285 Stand: März 2019

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Stand: 29. März 2019
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