Informationen zum Affenpockenvirus (MPXV)

Seit Mai 2022 sind erste Fälle von Affenpocken in Deutschland und weiteren Ländern außerhalb Afrikas bekannt geworden. Anders als in der Vergangenheit sind die aktuell Betroffenen zuvor nicht in west- und zentralafrikanische Länder gereist, in denen das Virus verbreitet ist. Die meisten Erkrankungen verlaufen relativ mild und eine Gefahr für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland wird nach derzeitigen Erkenntnissen als gering eingeschätzt.

Fragen und Antworten

In unseren FAQ zu Affenpocken erfahren Sie unter anderem: was das Virus genau ist, wie es übertragen wird, welche Symptome nach einer Ansteckung auftreten und wie die Behandlung abläuft.

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Affenpocken-Impfempfehlung der STIKO

1. Nach Affenpocken-Exposition

Eine Impfung (Postexpositionsprophylaxe) für Personen ab 18 Jahren wird empfohlen:

  • nach engem körperlichem Kontakt über nicht-intakte Haut oder über Schleimhäute mit einer an Affenpocken erkrankten Person oder bei längerem ungeschützten Face-to-face-Kontakt
  • nach Kontakt ohne ausreichende Schutzausrüstung zu einer Person mit einer bestätigten Affenpockenerkrankung, zu kontaminiertem Material oder Laborproben

2. Für Personen mit einem erhöhten Expositions- und/oder Infektionsrisiko

Eine Impfung (Indikationsimpfung) wird für folgende Gruppen empfohlen:

  • Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern (z.B. Männer, die häufig wechselnden Geschlechtsverkehr mit anderen Männern haben).
  • Personal in Speziallaboratorien mit gezielten Tätigkeiten mit infektiösen Laborproben, die Orthopockenmaterial enthalten, nach individueller Risikobewertung durch Sicherheitsbeauftragte.

Da der Impfstoff derzeit nur eingeschränkt verfügbar ist, sollte bevorzugt exponierten Personen (nach 1.) eine Impfung angeboten werden und jenen mit Immundefizienz (nach 1. und 2.).

Die Grundimmunisierung erfolgt mit 2 Impfstoffdosen in einem Abstand von ≥28 Tagen. Bei Personen, die in der Vergangenheit bereits gegen Pocken geimpft wurden, reicht eine 1-malige Impfstoffgabe aus.

Auführliche Informationen zum Beschluss der STIKO für die Empfehlung zur Impfung gegen Affenpocken mit Imvanex (MVA-Impfstoff) finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts.

Das Bundesministerium für Gesundheit und das RKI stellen zudem ein 

zum Download bereit.

Isolationsanordnung und Impfstoffbeschaffung

Für die Länder hat das BMG gemeinsam mit dem RKI eine Empfehlung zum Umgang mit dem Affenpockenvirus erarbeitet. Kernbestandteil ist eine Isolationsanordnung von mindestens 21 Tagen für Infizierte.

Wir wollen eine weitere Ausbreitung der Affenpocken mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern. Dazu gehören eine gute  Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter, eine umfassende Aufklärung und eben auch die Impfung besonders gefährdeter Menschen. Uns ist es nicht nur gelungen, schnell und unbürokratisch Impfstoff zu beschaffen, sondern auch die besonders gefährdeten Gruppen gezielt zu informieren. Damit steht Deutschland im europäischen Vergleich weit vorn.

Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach

In bilateralen Verträgen hat der Bund insgesamt 240.000 Dosen des Impfstoffs JYNNEOS®/IMVANEX® bestellt. Weitere Lieferungen werden im Laufe des Jahres erwartet. Der Impfstoff kann eine Ansteckung mit dem Affenpockenvirus verhindern und den Ausbruch der Krankheit bei bereits Infizierten abschwächen. 

Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach beantwortet in der #KarlText Folge vom 2. Juni 2022 unter anderem die Frage, wie gefährlich die Affenpocken sind und erklärt, warum der Ausbruch gut in den Griff zu bekommen ist:

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Stand: 23. September 2022
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