IN FORM - Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung

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IN FORM ist Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Sie wurde 2008 vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und vom damaligen Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) initiiert und ist seitdem bundesweit mit Projektpartnern in verschiedenen Lebenswelten aktiv. Ziel ist, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Menschen dauerhaft zu verbessern.

Insgesamt wurden bis jetzt über 250 Projekte im Rahmen von IN FORM unterstützt, zahlreiche Materialien veröffentlicht, Online-Angebote für die Projektarbeit erstellt und für über 200 Maßnahmen das Logo „Unterstützt die Ziele von IN FORM“ vergeben. Eine Übersicht sowie Informationen zu den Projekten finden sich in der IN FORM-Projektdatenbank.

IN FORM bündelt zudem die unterschiedlichen Aktivitäten von Bund, Ländern und der Zivilgesellschaft. Da es bereits viele gute Ansätze und Maßnahmen gibt, diese aber oftmals noch nebeneinander stehen, werden Kooperationen intensiviert, praxistaugliche Ansätze verbreitet, Netzwerke unterstützt und dabei Synergien genutzt sowie vorhandene Kenntnisse kommuniziert.

Die Bundesregierung will so einen Beitrag dazu leisten, dass Erwachsene gesünder leben, Kinder gesünder aufwachsen und von einer höheren Lebensqualität sowie einer gesteigerten Leistungsfähigkeit in Bildung, Beruf und Privatleben profitieren. Es geht um die Förderung eines gesunden Lebensstils mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung in allen Lebenswelten.

IN FORM übernimmt also eine "Dialogfunktion" rund um Fragen des gesunden Lebensstils für Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und der Gesellschaft.

Zwischenbilanz

Ein im Januar 2018 veröffentlichter Zwischenbericht präsentiert die bisherigen Ergebnisse des 2008 vom Bundeskabinett beschlossenen Nationalen Aktionsplans, zieht damit eine Zwischenbilanz und zeigt Perspektiven für das weitere Vorgehen auf. Neben dem ausführlichen Bericht steht auch eine Kurzbroschüre zur Verfügung, die einen zusammenfassenden Überblick zu Ausgangslage, Zielen und Schwerpunkten der Initiative darstellt.

Evaluation

Um die bisherige Umsetzung des Aktionsplans zu beschreiben, die Erreichung der Ziele zu überprüfen und Optionen für eine mögliche Weiterführung zu identifizieren, wurde
IN FORM zwischenzeitlich evaluiert. Dabei wurde u.a. der Frage nachgegangen, inwiefern die bisher durchgeführten Maßnahmen und Projekte sowie Strukturen und Prozesse einen Beitrag zur Verbesserung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens geleistet haben.
So konnte zum Beispiel bei verschiedenen Zielgruppen in unterschiedlichen Lebenswelten (z. B. Kinder, Jugendliche, ältere Menschen) ein erhöhtes Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung von gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung nachgewiesen werden. Zudem konnten viele Multiplikatorinnen und Multiplikatoren durch die IN FORM Projekte ausreichend sensibilisiert und befähigt werden, ihr hier erworbenes Wissen zielgruppenspezifisch weiterzuvermitteln. Erfreulich ist auch, dass viele Kooperationen und Netzwerke zur gesundheitsförderlichen Ausgestaltung von Lebenswelten etabliert wurden und nun dauerhaft bestehen. Nähere Informationen zu den Evaluationsergebnissen finden sich im 2019 veröffentlichten Evaluationsbericht (PDF-Datei - nicht barrierefrei, 2,67 MB).
Die Ergebnisse der Evaluation sind in die  weitere  Umsetzung des Nationalen Aktionsplans eingeflossen.

Weiterentwicklung des Aktionsplans ab 2021

Die Bundesregierung hat am 9. Juni 2021 den vom Bundesminister für Gesundheit und der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft vorgelegten Aktionsplan „Weiterentwicklung IN FORM – Schwerpunkte des Nationalen Aktionsplans zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten ab 2021“ beschlossen. Die Weiterentwicklung sieht vor, auf der Grundlage der bisherigen Zielsetzung des Aktionsplans bewährte Maßnahmen fortzuführen und durch neue Aktivitäten, die die aktuellen gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Bedingungen aufgreifen, zu ergänzen. Die zukünftigen Schwerpunkte beziehen sich auf folgende Aspekte:

  • Fokus auf besondere Lebensphasen und Zielgruppen
    Der Schwerpunkt der Aktivitäten des Aktionsplans wird auf die ersten 1000 Tage im Leben, die besonderen Bedürfnisse von Kindern sowie Seniorinnen und Senioren gelegt. Denn die Schwangerschaft und frühe Kindheit haben einen maßgeblichen Einfluss auf die kindliche Entwicklung. Im Alter wiederum können Bewegung und gesunde Ernährung maßgeblich zu einem selbstbestimmten Leben bei guter Gesundheit und hohem Wohlbefinden beitragen. Die Bedürfnisse von Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf werden dabei besonders berücksichtigt.      
  • Stärkung der Verhältnisprävention
    Die Nachhaltigkeit der Maßnahmen soll gestärkt werden, indem  die Bedingungen für einen gesunden Lebensstil mit abwechslungsreicher Ernährung und täglicher Bewegung verbessert werden. Die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung werden weiter verbreitet. Es ist geplant, eine zentrale Ansprechstruktur für Bewegungsförderung zu schaffen, die die Kompetenzen in diesem Bereich bündelt und Akteure, die sich in Kitas, Schulen, Betrieben und Senioreneinrichtungen für Bewegungsförderung einsetzen, unterstützt.  
  • Pandemiebedingte Herausforderungen und Digitalisierung
    Ein weiterer Schwerpunkt des Aktionsplans ist es, Bewegungsmangel, Fehlernährung und Übergewicht durch die pandemiebedingte Einschränkungen im öffentlichen Leben vorzubeugen. Es werden alternative Zugangswege zu gesundheitsfördernden Maßnahmen geschaffen und Aktivitäten angepasst. Digitale Formate können hierbei unterstützen und sollen auch nach der Pandemie als wichtiges Instrument in der Gesundheitsförderung und Prävention noch stärker berücksichtigt werden.