Aktuelle Informationen zur COVID-19-Impfung

Hier erhalten Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur COVID-19-Impfung

Impf-Fortschritt in Deutschland

Bis zum Ende der Kalenderwoche 3 am 23. Januar 2022 wurden 183,6 Mio. Dosen Impfstoff an Impfzentren, mobile Impfteams, Arztpraxen und Betriebsärzt:innen geliefert. 88,3 % dieser Dosen wurden bis zum 23. Januar 2022 verimpft.

Weitere Informationen zum aktuellen Impfstatus und Impf-Fortschritt finden Sie in unserem COVID-19-Impfdashboard.

Was muss man zur Kinderimpfung gegen COVID-19 wissen?

Seit dem 13. Dezember wird der Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer an alle zuständigen Impfstellen ausgeliefert. Der Impfstoff ist für 5- bis 11-Jährige vorgesehen und wurde von der EU Kommission zugelassen. Alles Wichtige zu diesem Thema erfahren Sie in unserem FAQ zur Kinderimpfung gegen COVID-19.

Was muss man zur Impfpflicht in bestimmten Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegebereichs wissen?

Beschäftigte von beispielsweise Kliniken, Pflegeheimen, Arztpraxen und Rettungsdiensten müssen bis zum Ablauf des 15. März 2022 ihrem Arbeitgeber einen Nachweis über eine abgeschlossene Impfung, einen Genesenennachweis, oder ein ärztliches Attest, dass sie nicht geimpft werden können, vorlegen. Arbeitgeber haben das zuständige Gesundheitsamt zu informieren, wenn die Nachweise nicht fristgerecht vorgelegt werden oder Zweifel an der Echtheit oder Richtigkeit der vorgelegten Nachweise bestehen. Das Gesundheitsamt kann die Beschäftigung in – oder den Zutritt zu - den Einrichtungen, in denen die Nachweispflicht gilt, untersagen.

Alles Wichtige zu diesem Thema erfahren Sie in unserem FAQ zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht.

Wie viele Menschen wurden bereits geimpft?

Aktuelle Zahlen zu durchgeführten Impfungen veröffentlichen BMG und Robert Koch-Institut (RKI) täglich.

> Hier geht's zum COVID-19-Impfdashboard

Wer kann sich impfen lassen?

In Deutschland können sich grundsätzlich alle Menschen ab dem 5. Lebensjahr gegen Covid-19 impfen lassen. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) können nur sehr wenige Personen nicht gegen COVID-19 geimpft werden. Wie bei jeder Immunisierung sollte auch eine COVID-19-Schutzimpfung erst nach sorgfältiger Anamnese durchgeführt werden. Hierzu ist es wichtig, mögliche Bedenken oder Allergien mit der impfenden Ärztin oder dem impfenden Arzt zu thematisieren. In jedem Fall sind die Fachinformationen zu beachten.

Seit dem 17. Dezember 2021 sind 5- bis 11-Jährige in die Impfkampagne einbezogen. Der Kinder-Impfstoff von BioNTech/Pfizer wurde Ende November in der EU zugelassen. Die Impfung wird mit einer geringeren Dosis als bei Erwachsenen vorgenommen. Die STIKO empfiehlt die Impfungen für 5- bis 11-Jährige mit Vorerkrankungen und bei individuellem Wunsch von Kindern und Eltern nach ärztlicher Aufklärung.

Wo kann man sich impfen lassen?

In Deutschland steht genügend Impfstoff für alle bereit. Wer sich impfen lassen möchte, kann einen Termin beim Arzt oder in einem Impfzentrum machen oder eines der niedrigschwelligen Impfangebote der Bundesländer vor Ort wahrnehmen. Darüber hinaus bieten viele Betriebe Impfungen an. Künftig können auch Apotheken die Impfungen anbieten - entsprechend geschulte Apothekerinnen und Apotheker dürfen dann impfen.

Mit welchen Impfstoffen wird in Deutschland geimpft?

Folgende Covid-19-Impfstoffe stehen aktuell zur Verfügung:

  • Comirnaty® von BioNTech/Pfizer.
  • Spikevax® von Moderna
  • Janssen® von Johnson & Johnson

Voraussichtlich wird ab Ende Februar auch Nuvaxovid® von Novavax verimpft werden können.

Wie viele Impfungen sind notwendig, um als „vollständig geimpft“ zu gelten?

Alle aktuell zur Verfügung stehenden Impfstoffe werden nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut in zwei Dosen verabreicht. Am 15. Tag nach der 2. Impfung ist die Grundimmunisierung erreicht.  

Auch Personen, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft worden sind, müssen eine 2. Impfung erhalten, um als grundimmunisiert zu gelten. Aufgrund der hochansteckenden Omikron-Variante und dem verringerten primären Schutz, den der Impfstoff vor schweren Verläufen bietet, wird die 2. Impfung mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen.

Es sind daher 2 Impfdosen notwendig, um als „vollständig geimpft“ zu gelten.

Abweichend davon ist eine einzelne Impfstoffdosis ausreichend,

  • wenn die betroffene Person einen positiven Antikörpertest in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in Papier-  oder digitaler Form nachweisen kann und dieser Test vor einer Impfung gegen COVID-19 vorgenommen worden ist. Diese Person gilt ab dem Tag der verabreichten Impfstoffdosis als vollständig geimpft.
  • wenn die betroffene Person eine durchgemachte Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen kann und zum Zeitpunkt des Nachweises noch keine Impfung gegen COVID-19 erhalten hat. Die Infektion muss mit einem PCR, PoC-PCR oder einer weiteren Methode der Nukleinsäureamplifikationstechnik nachgewiesen sein. Ab dem Tag der verabreichten Impfstoffdosis gilt diese Person als vollständig geimpft.
  • wenn die betroffene Person nach Erhalt einer einzelnen Impfstoffdosis eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchgemacht hat. Zum Nachweis der Infektion ist ein PCR-, PoC-PCR- oder ein Test einer weiteren Methode der Nukleinsäureamplifikationstechnik notwendig. Diese Person gilt ab dem 29. Tag nach Abnahme des positiven Tests als vollständig geimpft.

Auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts werden die Anforderungen an einen gültigen Impfnachweis veröffentlicht. Nähere Informationen zu den Anforderungen an den vollständigen Impfschutz finden Sie unter www.pei.de/impfstoffe/covid-19

Mit welchen Abständen sollen die Impfungen für die Grundimmunisierung vorgenommen werden?

  • Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) im Abstand von 3 bis 6 Wochen 
  • Spikevax® (Moderna) im Abstand von 4 bis 6 Wochen 
  • Janssen® (Johnson & Johnson) nach 4 Wochen

Für welche Altersgruppen werden die Impfstoffe empfohlen?

  • Comirnaty® wird für Impffähige ab 5 Jahre empfohlen (für 5-11-Jährige in eigener Darreichungsform mit angepasster Dosierung).
  • Spikevax® wird für Impffähige ab dem Alter von 30 Jahren empfohlen.
  • Janssen® wird für Impffähige ab dem Alter von 60 Jahren empfohlen (seit Mai 2021).

Wem wird eine Auffrischungsimpfung angeboten?

Die STIKO empfiehlt allen grundimmunisierten Personen ab 12 Jahren eine Auffrischimpfung. Erwachsene (Personen ab 18 Jahren) sollen 3 Monate nach der Grundimmunisierung „geboostert“ werden. Dazu ist eine einmalige Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (Comirnaty® oder Spikevax®) vorgesehen.

Auch Personen, die mit dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca grundimmunisiert sind, können eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten. Vaxzevria® kommt seit Dezember 2021 in Deutschland nicht mehr zum Einsatz.

Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren wird eine Boosterung mit Comirnaty 3 bis 6 Monate nach der Grundimmunisierung empfohlen.

Als „geboostert“ gilt man ab dem Tag der Auffrischungsimpfung (3. Impfung/“Boosterung“). 

Ziel der Auffrischimpfkampagne ist es, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern und die Verbreitung der Infektionen einzudämmen.

Ich bin mit Johnson & Johnson geimpft. Was gilt für mich?

Bisher: Um eine Grundimmunisierung zu erhalten, genügte bisher eine einmalige Impfung mit Johnson & Johnson. Jede weitere Folgeimpfung galt als Auffrischungsimpfung („Booster“) und war nach 14 Tagen Wartezeit gültig.

Mittlerweile benötigt in Deutschland jede Person, die erstmalig mit Johnson & Johnson geimpft wurde, eine zweite Impfung, um nach den Regelungen der Coronavirus-Einreiseverordnung und der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung den Impfnachweis zu erreichen. Erst jede weitere Impfung wird in Deutschland als Auffrischungsimpfung („Booster“) gezählt. Um eine Auffrischungsimpfung in Deutschland nachweisen zu können, werden demnach auch bei Johnson & Johnson drei Impfungen benötigt. Die Auffrischungsimpfung ist ohne Wartezeit sofort gültig.

Ab wann kann ich meine Auffrischungsimpfung (3. Impfung) erhalten?

Es sollte zwischen Grundimmunisierung (mittlerweile werden in Deutschland dafür zwei Impfungen benötigt) und Auffrischungsimpfung unterschieden werden. Eine Auffrischungsimpfung nach zwei Impfungen mit J&J oder einer Impfung mit J&J und einer weiteren Impfung mit einem mRNA-Impfstoff kann erfolgen, wenn die Grundimmunisierung mindestens drei Monate zurückliegt. 

Kann ich mein digitales Impfzertifikat weiterhin auch im EU-Ausland benutzen?

Grundsätzlich können digitale Zertifikate genutzt werden. Bitte informieren Sie sich, welche Regelungen in den Reiseländern gelten. Allerdings wurden die Vorgaben zur Darstellung der J&J Impfung in den Impfzertifikaten in Kombination mit weiteren Impfungen mit Wirkung zum 1. Februar durch die EU angepasst. Je nachdem, ob andere EU-Länder diese Anpassungen in ihren Prüf-Apps schon nachvollzogen haben, kann es für einen kurzen Übergangszeitraum dazu kommen, dass die Impfzertifikate einzeln vorgezeigt werden müssen. Zudem ist es möglich, dass einzelne EU-Länder bereits jetzt eine nachweisbare Auffrischungsimpfung verlangen.

Bitte informieren Sie sich daher zur Sicherheit vor Abreise über die jeweils geltenden Vorgaben bei EU-Mitgliedstaaten z.B. auf: https://reopen.europa.eu/de 

Wie lange gilt man als genesen?

Seit 15.01.2022 müssen Genesenennachweise die Anforderungen erfüllen, die auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts unter www.rki.de/covid-19-genesenennachweis veröffentlicht sind: Die Dauer des Genesenenstatus wurde von 6 Monate auf 3 Monate reduziert. Als genesen gilt man vom 29. bis zum 90. Tag nach einem positivem PCR-Test. Hintergrund der Regelungen ist der Gesundheitsschutz: Wissenschaftliche Studien zeigen, dass man nach einer Genesung von einer Corona-Erkrankung nicht so lange vor einer Infektion mit der Omikron-Virusvariante geschützt ist wie zuvor bei anderen Varianten. 

Eine Übergangsfrist ist nicht vorgesehen. Die Vorgaben gelten für alle Genesenennachweise, auch bereits ausgestellte Nachweise.

Wie viel Impfstoff spendet Deutschland?

Deutschland hat sich verpflichtet, die internationale Impfstoffinitiative COVAX zu unterstützen. Soweit Impfstoffe nicht für die nationale Kampagne benötigt werden, werden sie COVAX angeboten. 2021 wurden rund 95 Millionen Impstoffdosen an COVAX übertragen.  Zusätzlich hat die Bundesregierung rund 7,7 Millionen Dosen bilateral an 6 Länder gespendet. Insgesamt wurden somit über 100 Millionen Dosen gespendet.

Im Jahr 2022 sollen weitere 75 Millionen Impfstoffdosen gespendet werden.

Die Gesamtmenge der im Jahr 2021 an COVAX übertragenen Dosen setzt sich aus den Impfstoffen der einzelnen Hersteller wie folgt zusammen:

  • BioNTech: 10,3 Mio. Dosen
  • Moderna: 32 Mio. Dosen
  • Johnson & Johnson: 26,6 Mio. Dosen
  • AstraZeneca: 26,5 Mio. Dosen.

Eine Übersicht der Empfängerländer entnehmen sie bitte der Homepage des zuständigen Auswärtigen Amts.

Wer haftet, wenn es zu gesundheitlichen Schäden durch die Impfung kommt?

Im Infektionsschutzgesetz ist klargestellt, dass für alle gesundheitlichen Schäden, die im Zusammenhang mit Schutzimpfungen eingetreten sind, die auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung seit dem 27. Dezember 2020 vorgenommen wurden, bundeseinheitlich ein Anspruch auf Entschädigung besteht. Dieser Anspruch besteht unabhängig von den öffentlichen Empfehlungen der Landesbehörden.

Wann treten die bekannten Nebenwirkungen auf?

Nebenwirkungen sind bei Arzneimitteln, die zur Anwendung bei Menschen bestimmt sind, schädliche und unbeabsichtigte Reaktionen auf das Arzneimittel.

Typische Beschwerden (sogenannte Impfreaktionen) nach einer Impfung sind zum Beispiel Rötung, Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle, auch Allgemeinreaktionen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Unwohlsein sind möglich. Diese Reaktionen sind Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab.

Angaben zu Art und Häufigkeit dieser Wirkungen finden sich in den Produktinformationstexten (Fach-und Gebrauchsinformationen) des jeweiligen Impfstoffs (zugänglich z.B. auf der Internetseite des PEI)

Wer mögliche Nebenwirkungen vermutet, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Vermutete Nebenwirkungen können von Betroffenen auch beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) selbst unter www.nebenwirkungen.bund.de gemeldet werden. Schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) nach Impfungen sind sehr selten. Nach § 6 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist der Verdacht einer über das übliche Maß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung namentlich meldepflichtig.

Stand: 25. Januar 2022
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