Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Gemeinsam mit seinen europäischen Amtskollegen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. In Rom sprach Spahn dazu mit den Gesundheitsministern mehrerer europäischer Staaten. Spahn rief dabei zur Zusammenarbeit auf. „Das Coronavirus zeigt einmal mehr, dass Europa seine Aufgaben nur gemeinsam bewältigen kann. Nur so können wir voneinander über das Virus lernen. Klar ist: Nationale Alleingänge ergeben keinen Sinn. Das Virus macht vor Landesgrenzen nicht halt. Auch Grenzschließungen helfen da nicht weiter“, so Spahn in Rom.

Nach dem Ausbruch der Corona-Epidemie in Italien haben sich die Gesundheitsminister Italiens, Österreichs, Kroatiens, der Schweiz, Sloweniens, Frankreichs und Deutschlands darauf geeinigt, Reisende von und nach Italien nach demselben Muster über das Virus zu informieren. Außerdem wollen die Länder epidemiologische Daten sowie Informationen zum klinischen Management der Epidemie zwischen den Ländern austauschen. Generelle Grenzschließungen lehnten die Gesundheitsminister ab. Ob Großveranstaltungen abgesagt werden müssen, solle von Fall zu Fall geprüft werden.

Als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus in Italien hat das Robert Koch-Institut die Zahl der Risikogebiete ausgeweitet. Die Provinz Lodi und die Stadt Vo zählen jetzt dazu. Das heißt, dass Menschen, die nach einem Aufenthalt dort Symptome bemerken sollten, sich auch auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus testen lassen sollten.

Spahn ordnete zudem an, dass Piloten auf noch mehr Flügen als bislang vor der Landung in Deutschland dem Tower über den Gesundheitszustand ihrer Passagiere zu berichten haben. Das gilt künftig auch für Flüge aus Iran, Südkorea, Japan und auch aus Italien.

Außerdem hat Deutschland Kontakt zu Bus-, Bahn- und Fluggesellschaften aufgenommen, um Reisende über aktuelle Entwicklungen zu informieren und Handlungshinweise zu geben, für den Fall, dass sie Symptome bemerken.

Auf europäischer Ebene ist geplant, Schutzausrüstung für medizinisches Personal zu beschaffen. Wir wollen vorbereitet sein, wenn sich eine größere Zahl von Menschen mit dem Virus anstecken sollte.

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Aktuelle Lage (25.02.2020)

Insgesamt sind in Deutschland 16 laborbestätigte Fälle von Covid-19 bekannt. Die meisten Personen sind bereits wieder gesund und aus der Klinik entlassen. Auch die übrigen Patienten sind auf dem Weg der Besserung.

Weltweit wurden 80.238 Fälle gemeldet, davon sind 2.700 Menschen verstorben.

Am Sonntag konnten 20 Rückkehrer aus dem chinesischen Wuhan die Quarantäne verlassen. Seit ihrer Ankunft in Berlin-Tegel vor zwei Wochen waren sie in einem separaten Teil der DRK-Kliniken Köpenick untergebracht. Die abschließenden Tests auf das Corona-Virus waren in allen Fällen negativ. "Die zentrale Unterbringung war nötig, um sie, ihr Umfeld und die Bevölkerung zu schützen", so Gesundheitsminister Jens Spahn.

In der Nacht zu Samstag kamen sechs deutsche Staatsangehörige, die sich auf dem Passagierschiff "Diamond Princess" in Japan aufgehalten haben, auf dem Flughafen Berlin Tegel an. Ihre Betreuung wird durch das Deutsche Rote Kreuz in Abstimmung mit den Berliner Gesundheitsbehörden organisiert. Die Personen werden vorsorglich in häuslicher Quarantäne untergebracht.

Rund 30 deutsche Staatsangehörige, die sich auf dem Passagierschiff "MS Westerdam" in Kambodscha aufgehalten haben, sind am frühen Freitagmorgen auf dem Flughafen Amsterdam in den Niederlanden gelandet. Die Personen werden vorsorglich in häuslicher Quarantäne untergebracht. Die zuständigen Gesundheitsbehörden in Deutschland wurden entsprechend informiert und kümmern sich um die weitere Betreuung.

Weitere 15 Deutsche sind am Freitag auf dem Stuttgarter Flughafen gelandet. Sie hatten sich in der chinesischen Provinz Hubei bzw. der Stadt Wuhan aufgehalten und werden vorsorglich isoliert in einem Hotel in Kirchheim unter Teck untergebracht. Die medizinische und psychologische Betreuung erfolgt durch das Deutsche Rote Kreuz in Abstimmung mit dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg sowie dem Gesundheitsamt des Landkreises Esslingen.

Coronavirus

Aktuelle Informationen

Pressemitteilungen und Infektionsmonitor Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zu den aktuellen Fällen in Bayern

Fragen und Antworten sowie aktuelle Informationen zum neuartigen Coronavirus finden Sie beim Robert Koch-Institut

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für die Bevölkerung bereit

Das Auswärtige Amt gibt Reisehinweise für China und aktuelle Informationen zum Thema Coronavirus.

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Fragen und Antworten

Wofür stehen SARS-CoV-2 und Covid-19?

Seit dem 11. Februar hat das neuartige Coronavirus, das bislang vorläufig mit 2019-nCoV bezeichnet wurde, einen neuen Namen: SARS-CoV-2. Das Akronym SARS steht dabei für Schweres Akutes Atemwegssyndrom. Der Name weist auf die enge Verwandtschaft zum SARS-Virus hin, das 2002/2003 eine Epidemie ausgelöst hatte.

Auch die Lungenkrankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst werden kann, hat einen neuen Namen erhalten. Sie wird nun Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) genannt.

Wie groß ist die Gefahr, dass sich die Atemwegserkrankung Covid-19 jetzt auch in Deutschland ausbreitet?

Mit einem Import von weiteren Fällen nach Deutschland muss gerechnet werden. Auch weitere Übertragungen und Infektionsketten in Deutschland sind möglich. Gegenwärtig gibt es jedoch keinen Anhalt für eine anhaltende Viruszirkulation in Deutschland, so dass die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aktuell von den Experten des Robert Koch-Instituts weiterhin als gering eingeschätzt wird. Eine weltweite Ausbreitung des Erregers scheint allerdings zunehmend wahrscheinlich. Diese Einschätzung wird auch vom Europäischen Zent-rum für Krankheitsprävention und -kontrolle (ECDC) geteilt.

Wie ist Deutschland vorbereitet?

Deutschland ist bestmöglich vorbereitet. Vor allem das Netzwerk von Kompetenzzentren und Spezialkliniken in Deutschland ist international beispiellos. Wir verfügen über ein sehr gutes Krankheitswarn- und Meldesystem und Pandemiepläne. Außerdem werden in Deutschland regelmäßige Notfallübungen an Flughäfen durchgeführt. Die Koordinierung und Informationen übernimmt das Robert Koch-Institut.

Welche Vorkehrungen wurden für Flugreisende getroffen, die aus China ankommen?

Reisende aus ganz China (einschließlich der Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau) wurden durch Anordnungen des Bundesministeriums für Gesundheit verpflichtet, auf Aussteigekarten Angaben zu ihrem Flug und zu ihrem Aufenthaltsort in den folgenden 30 Tagen nach Landung zu machen sowie eine Selbstauskunft zu ihrem Aufenthaltsort in China, Kontaktpersonen und gesundheitlichen Befinden abzugeben. Die Fluggesellschaften geben die Aussteigekarten aus und übergeben die ausgefüllten Karten an die Gesundheitsämter zur Aufbewahrung.

Die Fluggesellschaften sind außerdem verpflichtet, ein mehrsprachiges Informationsblatt an Bord auszuteilen. Damit folgt das Bundesgesundheitsministerium den Empfehlungen des EU-Gesundheitsministerrats.

Bei Flügen aus China sind die Buchungsdaten für 30 Tage vorzuhalten, insbesondere Daten zur Identifikation der Reisenden und des zugeordneten Sitzplatzes.

Piloten von Flügen, die aus China ankommen, wurden verpflichtet, vor der Landung den Tower über den Gesundheitszustand ihrer Passagiere zu informieren. Mit der Selbstauskunft auf der Aussteigekarte erhält die Flugzeugbesatzung eine zusätzliche Entscheidungshilfe für eine solche Meldung. Sollte eine solche Person gemeldet werden, wird der Medizinische Dienst am Flughafen informiert, ein Arzt untersucht den Passagier an Bord und entscheidet über das weitere Vorgehen.

Welche weiteren Vorkehrungen wurden getroffen, um die Bevölkerung in Deutschland vor dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 zu schützen?

Dem Robert Koch-Institut wurden erweiterte Befugnisse bei der Koordinierung von Maßnahmen mit den Bundesländern eingeräumt.

Auch unter dem Gesundheitsministern in der EU finden aktuell Abstimmungen statt, um ein einheitliches Vorgehen zu gewährleisten.

Um Verdachtsfälle möglichst früh zu erkennen, wurden Ärzte, Kliniken und Labore verpflichtet, auch begründete Verdachtsfälle zu melden (CoronaVMeldeV).

Abhängig von der Risikoeinschätzung für Deutschland werden fortlaufend weitere mögliche Maßnahmen gemeinsam geprüft.

Aktuell haben wir eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von bis zu 23 Mio. EUR beantragt. Hiermit sollen u.a. Maßnahmen im Zusammenhang mit der Repatriierung, der Ausbruchsbekämpfung durch das RKI und der Forschungsförderung sowie Maßnahmen der Risikokommunikation weitergestärkt werden.

Müssen bei Messen besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden?

Bei Messen, Kongressen oder Veranstaltungen ist es allgemein empfehlenswert, auf Prävention von Infektionskrankheiten zu achten. Dazu zählen regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Sanitäranlagen sowie gute Belüftung des Veranstaltungsortes. Veranstalter können Teilnehmer und Teilnehmerinnen darüber hinaus organisiert und strukturiert über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Händehygiene, Abstand halten oder Husten- und Schnupfenhygiene aufzuklären. Die Zuständigkeit bezüglich Veranlassung von Maßnahmen für Messen und Messebesucher obliegt den lokalen Behörden vor Ort.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt Menschen, die an akuten respiratorischen Erkrankungen leiden, generell lieber zuhause zu bleiben - v.a. um sich selbst zu schonen, aber auch, um andere vor Ansteckung zu schützen. Diese Maßnahmen sind in erster Linie angesichts der aktuellen Grippewelle sinnvoll. Von einer aktuellen Zirkulation von SARS-CoV-2-Viren in Deutschland gehen die Experten nicht aus.

Für Besucher und Aussteller, die mit dem Flugzeug aus China ankommen, wurden ebenfalls Vorkehrungen getroffen.

Wie erfolgt der Austausch mit anderen Experten?

Die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Experten ist etabliert und funktioniert gut. Wir stehen im ständigen und engen Kontakt mit zahlreichen Partnern, z.B. der Weltgesundheitsorganisation und den anderen EU-Ländern. Hier gibt es etablierte Netzwerke für solche Fälle (z.B. das Health Security Committee der EU oder auch die Global Health Security Initiative der G7).

Auch in der Forschung wird eng zusammengearbeitet. Über die „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations“, kurz CEPI, wird bereits die Forschung zu einem Impfstoff koordiniert.

Auf Bundesseite steht das Robert Koch-Institut als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Dort ist eine Koordinierungsstelle eingerichtet, in der die aktuelle Situation engmaschig beobachtet wird. Auch die Koordinierung und Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden der Bundesländer findet am Robert Koch-Institut statt.

Wann kam die erste Information über den Ausbruch?

Am 31. Dezember 2019 wurde das WHO-Landesbüro in China über eine Häufung von Patienten mit einer Pneumonie (Lungenentzündung) unbekannter Ursache in Wuhan, einer Stadt mit 19 Millionen Einwohnern in der Provinz Hubei, China, informiert.

Wo liegt der Ursprung des Ausbruchs?

Nach Angaben der chinesischen Behörden in Wuhan waren einige Patienten als Händler oder Verkäufer auf dem Huanan-Seafood-Markt in Wuhan tätig. Es ist der größte Seafood-Markt in Wuhan mit über 600 Ständen und 1.500 Arbeitern. Es wird berichtet, dass auch Wildtiere bzw. Organe von anderen Tieren und Reptilien auf dem Markt angeboten wurden.

Man nimmt daher an, dass der Vorläufer von SARS-CoV-19 von Wildtieren stammt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf dem Huanan-Seafood-Markt in Wuhan angesteckt haben, der am 1.1.2020 geschlossen wurde.

Wie wird das neue Virus übertragen?

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen  bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten.

Das Virus verursacht in erster Linie Atemwegserkrankungen (siehe „Welche Krankheitszeichen werden durch das neuartige Coronavirus ausgelöst?“). Es ist davon auszugehen, dass die Übertragung – wie bei anderen Coronaviren auch - primär über Sekrete der Atemwege erfolgt.

Wie lange dauert es, bis die Erkrankung nach Ansteckung ausbricht?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten.

Welche Krankheitszeichen werden durch das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst?

Wie bei anderen Erregern von Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen.

Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder bereits zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesfälle, bei denen die Erkrankung mittels Labortest bestätigt wurde, bei etwa 2 Prozent. Es ist aber wahrscheinlich, dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten auf Patienten beziehen, die im Krankenhaus behandelt wurden.

Wie kann man sich schützen?

Gegenwärtig gibt es keinen Anhalt für eine anhaltende Viruszirkulation in Deutschland.

Dennoch ist es ratsam, folgende Maßnahmen einzuhalten: gute Handhygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten halten. Diese Maßnahmen schützen auch vor anderen akuten Atemwegserkrankungen, u.a. auch vor der Grippe und sind somit auch in Anbetracht der Grippewelle angeraten.

Umfangreiche Informationen zur Hygiene beim Husten und Niesen sowie zum Händewaschen werden durch die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung gestellt.

Was sollten Personen tun, die Sorge haben, sich mit SARS-CoV-2 infiziert zu haben, oder die aus Regionen zurückkehren, in denen es vermehrt zu Übertragungen kommt?

Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten,  bei der das neuartige Virus SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde, sowie Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sollten generell Kontakte zu anderen Personen vermeiden und sich unverzüglich mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen.. Durch das Gesundheitsamt erfolgt eine individuelle Befragung, um das individuelle Risiko zu erheben und Maßnahmen festzulegen. Gleichzeitig ist es damit möglich, bei Auftreten von Symptomen die medizinische Versorgung zu koordinieren. Wenn Sie medizinische Hilfe benötigen, suchen Sie nach telefonischer Anmeldung – mit Hinweis auf Ihre Reise bzw. auf Ihren Kontakt zu einem bestätigten Fall – einen Arzt auf.

Für Reisenden aus Regionen, die keine Risikogebiete sind, in denen es aber vermehrt zu Übertragungen kommt (z.B. China, Italien, Iran, Südkorea), gilt: Wenn sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie - nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise – einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten sie unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben, beim Husten und Niesen Abstand halten oder sich wegdrehen und sich die Armbeuge oder ein Taschentuch, das sie sofort entsorgen, vor Mund und Nase halten. Die Hände sollten regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden.

Für alle Flugreisende aus China gilt seit dem 15.2.2020 ein besonderes Verfahren (siehe „Welche Vorkehrungen wurden für Flugreisende getroffen, die aus China ankommen?“)

Was passiert im Verdachtsfall?

Hierzu gibt es genaue Abläufe entlang Empfehlungen des Robert Koch-Institutes (PDF, 201 KB). Wenn bestimmte Kriterien vorliegen (hinsichtlich Symptomatik und Kontakt zu einem bestätigten Fall bzw. Aufenthalt in einem Risikogebiet) führt der Arzt oder die Ärztin mit geeigneter Schutzkleidung eine Untersuchung durch und entscheidet, ob ein begründeter Verdachtsfall vorliegt. In diesem Fall wird eine stationäre Einweisung veranlasst. Auch die Laboruntersuchung wird dann stationär durchgeführt.

Liegt kein begründeter Verdachtsfall vor, erfolgt eine ambulante Diagnostik. Sollte dabei eine Infektion mit SARS-CoV-2 festgestellt werden, erfolgt eine stationäre Einweisung.

Wo erhalten Ärzte und Kliniken weitere Informationen?

Das Robert Koch-Institut stellt im Internet Informationen für die Fachöffentlichkeit bereit.

Gibt es eine Impfung?

Es wird an der Entwicklung eines Impfstoffes gearbeitet. Bisher ist aber keine Schutzimpfung verfügbar.

Wie ist die Therapie?

Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit SARS-CoV-2 verlaufen schwer. Z.B. standen bei den in Deutschland bekannt gewordenen Fällen bisher meist Erkältungssymptome im Vordergrund. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Eine spezifische, d.h. gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit nicht zur Verfügung.

Welche Gebiete sind als Risikogebiete anzusehen?

Derzeit (Stand: 25.02.2020) sind durch das Robert Koch-Institut folgende Risikogebiete definiert:

In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang.
Im Iran: Provinz Ghom
In Italien: Provinz Lodi in der Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien.
In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang

Diese Definition wird permanent basierend auf der aktuellen Lage angepasst.

Was sind die Empfehlungen für Reisende in Gebiete, in denen es zu Übertragungen kommt?

Die aktuellen Reiseempfehlungen können auf der den entsprechenden Webseiten des Auswärtigen Amtes eingesehen werden:

China, Iran, Italien, Südkorea

Generell wird zur Vermeidung der Infektion folgendes Verhalten in den Risikogebieten dringend empfohlen: regelmäßiges Händewaschen; Marktbesuche vermeiden, wenn dort Tiere gehandelt werden; Vermeidung von Kontakt mit Tieren und rohen Tierprodukten vermeiden; Kontakt mit Personen vermeiden, die an Atemwegserkrankungen leiden.

Sollten Sie nach Reisen in ein Risikogebiet mit Symptomen wie Fieber Husten oder Atemnot erkranken, dürfen Sie nicht reisen, solange Sie krank sind. Suchen Sie in diesem Fall nach telefonischer Anmeldung einen Arzt auf. Falls Sie auf dem Rückflug mit den oben genannten Symptomen erkranken, melden Sie sich beim Bordpersonal. [Poster Flughafen - PDF, 257 KB]

Gab es bereits ähnliche Ausbrüche?

Bei dem neuen Virus handelt es sich um einen Erreger aus der Familie der Coronaviren, also aus derselben Familie wie das SARS (severe acute respiratory syndrome) und das MERS-CoVirus (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus).

In Deutschland gab es im Jahr 2003 neun wahrscheinliche SARS-Fälle, wovon letztlich vier Patientenproben negativ waren. Eine Weiterverbreitung der Erkrankung innerhalb Deutschlands ist nicht aufgetreten.