Modul 1 „Geschlechtsspezifische Besonderheiten“

Forschungsschwerpunkt: Studien zu geschlechts-spezifischen Besonderheiten in der Gesundheits-versorgung, Prävention und Gesundheitsförderung

Das Geschlecht ist eine von mehreren bestimmenden Faktoren der Gesundheit von Menschen. Dies bezieht sich allerdings nicht nur auf das biologische Verständnis, sondern gleichermaßen auch auf die soziale Dimension von Geschlecht. Im internationalen Sprachgebrauch werden meist die Begriffe „sex“ oder „gender“ verwendet.

Geschlechtsspezifische Unterschiede finden sich beispielsweise in der Lebenserwartung, der Sterblichkeit, der Erkrankungshäufigkeit, der Krankheitslast, der Selbsteinschätzung des allgemeinen Gesundheitszustands oder der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Neben biologischen Ursachen können für diese Unterschiede verhaltens- ebenso wie verhältnisbezogene Gründe die Auslöser sein. So gibt es beispielsweise geschlechtsspezifische Besonderheiten etwa beim Risiko an Multiple Sklerose zu erkranken sowie im Verlauf der Krankheit selbst.

Um geschlechtsbedingte gesundheitliche Ungleichheiten zu verringern und die Qualität von gesundheitsbezogenen Leistungen zu verbessern, fördert das Bundesministerium für Gesundheit Studien zu geschlechtsspezifischen Besonderheiten. Diese sollen Erkenntnisse über Unterschiede und Entwicklungsbedarfe in der geschlechts­spezifischen Gesundheitsversorgung hervorbringen. Des Weiteren werden Methoden und Instrumente entwickelt, die ein besseres Verständnis von den Auswirkungen des Geschlechts auf die Gesundheit von Menschen ermöglichen.