Modul 3 „Modellprojekte“

Forschungsschwerpunkt: Geschlechtsspezifische Besonderheiten in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung

Das Geschlecht ist eine von mehreren bestimmenden Faktoren der Gesundheit von Menschen. Dies bezieht sich allerdings nicht nur auf das biologische Verständnis, sondern gleichermaßen auch auf die soziale Dimension von Geschlecht. Im internationalen Sprachgebrauch werden meist die Begriffe „sex“ oder „gender“ verwendet.

Um geschlechtsbedingte Ungleichheiten bei der Gesundheitsversorgung zu verringern und die Qualität zugleich zu verbessern fördert das Bundesgesundheitsministerium Forschung, die dabei hilft, geschlechtsspezifische Versorgungskonzepte zu entwickeln und zu erproben. Dies bezieht sich nicht nur auf die medizinische und pflegerische Versorgung, sondern auch auf präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen.

Gegenstand der Förderung sind Studien, die neue Versorgungskonzepte erproben und dabei gezielt geschlechtsspezifische Besonderheiten in den Blick nehmen. Teil dieser neuen und zu untersuchenden Versorgungsansätze sind beispielsweise geschlechtssensible Diagnosekriterien und ‑instrumente wie etwa Diagnosefragebögen sowie geschlechtssensible Versorgungsangebote im Bereich der ambulanten und stationären Pflege. Die Forschungsvorhaben werden während ihres Verlaufs evaluiert. Mithilfe dieser begleitenden Untersuchung sollen Faktoren erkannt werden, die eine Verbreitung der jeweiligen Versorgungsansätze erschweren können. Aus diesen Faktoren sollen schließlich Lösungswege abgeleitet werden.